Pi-Tag
Für leidenschaftliche Mathematiker wie mich gibt es viele tolle Feiertage im Jahr. Herausragende Persönlichkeiten werden gefeiert, die ein oder andere Entdeckung zelebriert und per Abakus die Abstände zwischen diesen Tagen ausgerechnet.
Heute ist wieder so ein Tag. Heute, am 3/14 um 1.59 Uhr und 26 Sekunden habe ich eine Kerze für die Königin aller Zahlen angezündet.
Die Schönheit der Mathematik ist unverkennbar.
Diebstahl bei der Polizei?
Die wahren Geschichten schreibt eben nur das Leben. Heute: Diebstahl bei der Polizei! - Oder doch nicht?
“Diebstahl”, vermeldete der Flurfunk vergangene Woche. In den frisch renovierten Spind- und Umkleidehäusern im LAFP-Bildungszentrum der Polizei NRW in Schloss Holte-Stukenbrock fehlten etliche Seifenspender in den Sanitärräumen.
Da überall Bohrlöcher zu finden waren, die keinerlei Beschädigungen aufwiesen, hieß es, jemand habe feinsäuberlich die Seifenspender abmontiert. Da Diebstähle nicht immer rational erklärbar sind, machte sich niemand weitere Gedanken, welcher Dieb denn ernsthaft so viele Seifenspender (zu Hause?) braucht.
Erst der Standortleiter selbst stellte in Ermittlungsmanier fest, dass dort niemals Seifenspender montiert waren. Auflösung: Die Baufirma hatte sich verkalkuliert, zu wenig Seifenspender bestellt und die nachträgliche Montage versäumt. Aufgefallen war das erst einigen eifrigen Polizeistudenten.
Ende gut, alles gut: Keine Langfinger in der Stukenbrocker Polizei. Wer sonst keine Probleme hat, macht sich eben welche.
Fundschnipsel: Gaffertum
Die Autobahn 43 wurde in Richtung Münster voll gesperrt. (…) Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Herne-Eickel abgeleitet. Der im Rückstau stehende Verkehr wurde an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Es entstand ein Rückstau in Richtung Münster von mehr als acht Kilometer, in Richtung Wuppertal durch Schaulustige von mehr als sechs Kilometer.
Abbremsende und gaffende schaulustige Verkehrsteilnehmer verursachen regelmäßig schwere Folgeunfälle. “Bitte gehen/fahren Sie weiter. Es gibt hier nichts zu sehen” ist eine Aussage, die von der Polizei nicht ohne Grund benutzt wird. Leider begreifenen viele Menschen das erst, wenn sie aufgrund dessen in einen Unfall verwickelt werden oder selbst Opfer von Gaffertum werden. Und dann beschweren sich alle.
Glückwunsch.
Aufgeschnappt: http://www.polizei-nrw.de/presseportal/behoerden/muenster/article/meldung-090126-094505-05-25.html
Moderne Rechtsstaaten #2
Moderne Rechtsstaaten, Folge 2. Heute: Justiz deckt prügelnden Staat
Genua, 2001: Der G8-Gipfel lockt tausende Globalisierungskritier in die norditalienische Hafenstadt. Die internationale Berichterstattung wurde durch unfassbare Gewalt- und Repressionsbereitschaft der italienischen Exekutive geprägt. Ein Demonstrant wurde von einem Carabinieri erschossen, während einer Nacht wurde die Schlafstätte von Globalisierungsgegnern gestürmt.
Moderne Rechtsstaaten #1
Moderne Rechtsstaaten, Folge 1. Heute: Japan deckt Walfang
Die Walfängerei durch japanische Fangflotten empört regelmäßig die Weltgemeinschaft. Verschiedenste NGOs versuchen stets, mit mehr oder weniger legalen Mitteln die Walfänger an ihrer Arbeit zu hindern. Das weltberühmte Fabrikschiff der japanischen Walfangflotte, die Nisshin Maru, dockte im April 2008 in Tokio an. Entladen wurden unter anderem als “Privatgepäck” deklarierte Kisten.
Greenpeace - Aktivisten verfolgten diese Warensendungen. Arbeiter der Nisshin Maru hatten darin über 23 Kilogramm Walfleisch versteckt und an ihre private Adresse verschickt. Die Aktivisten fertigten einen Untersuchungsbericht an und übergaben diesen zusammen mit dem entdeckten Walfleisch der Staatsanwaltschaft.
Diese leitete nicht nur Ermittlungen wegen Schmuggels und Unterschlagung gegen Mitarbeiter der Walfangflotte ein, sondern auch gegen die Greenpeace-Aktivisten, wegen Diebstahls und Hausfriedensbruchs.
Doch während die Ermittlungen gegen die Schmuggler des Walfleisches nach kurzer Zeit eingestellt wurden, mussten die Aktivisten, die den Skandal um den Fleischschmuggel der international geschützten Wale aufdeckten, über 20 Tage ohne Anklage in Haft sitzen. Nur unter strengen Kautionsauflagen und Protesten der Staatsanwaltschaft wurden die Aktivisten bis zum Prozessbeginn Mitte 2009 entlassen.
Während die eigentlichen Verbrecher auf freiem Fuß sind, sehen sich die Menschen, die, wenn gleich mit nicht ganz legalen Mitteln, Beweismittel gesichert haben, mit einer möglichen Haftstrafe von 10 Jahren konfrontiert.
In welchem Maße die japanische Exekutive den Walfang deckt, kann nur gemutmaßt werden. Aber die Vergangenheit steht in schlechtem Licht.
Siehe auch: http://www.greenpeace.de/themen/meere/walfang_iwc/artikel/chronologie_des_japanischen_walfleischskandals/
enthüllt: George Bush jr zur WWE
Mehrere Seiten vermuten schon, unbequem weiß es bereits: George Bush jr wird nach seiner Präsidentschaft zur WWE ( World Wrestling Entertainment ) wechseln. Beim nächsten Tribute To The Troops Match will George Bush höchstpersönlich gegen einen Iraker antreten und ihm mal so richtig seine fist for freedom zeigen. Der Erlös des Matches soll karitativen Zwecken zugute kommen.
Unbequem darf vorab schon ein Promobild präsentieren:

Rey Mysterio (l.) wird gegen George Bush (r.) höchstpersönlich antreten dürfen. Ob dieser sich für den errichteten Zaun rächen wird, bleibt abzuwarten.
Freeware ist nicht frei - erster Preis für die hinterhältigste Seite vergeben
Bei meinen Streifzügen durchs Internet bin ich auf eine Seite gestoßen.
Diese Seite bietet Freewareprodukte an. Freeware, so denkt man, ist doch kostenlos. Falsch gedacht!
Für den Download muss man sich anmelden, und diese Anmeldung hat es in sich:
Aber es geht noch weiter.
Solche eine Hinterlist muss honoriert werden. Hiermit vergibt das unbequem Team den ersten, alljährlichen Preis für die hinterhältigste Seite im Internet.
Schule für’s Leben? Denkste!
Die Schule soll unseren Nachwuchs auf das Leben vorbereiten. Nicht nur bespickt mit theoretischem Wissen über Grammatik und algebraische Formeln, sondern auch mit Realitätsbezug, Informationen über aktuelle Themen und gesellschaftlichem Basiswissen, verlassen Schüler ihre Bildungsanstalt und werden als Nachwuchs der Gesellschaft in das harte Erwachsenenleben entlassen. Doch wird die Schule diesem Anspruch überhaupt noch gerecht? Leider nein.
Tempus fugit, es kommt schneller als man denkt
Hans, 08.12.2008 19:26:13:
noch mal alles Gute zum Geburtstag![]()
Patrick, 19:26:18:
danke danke:DHans, 19:26:23:
haha einundzwanzig…Hans, 19:26:28:
jetzt gehts auf die 30 zu
Und da war ich nun. Gestern änderte sich meine Welt radikal: Ich wurde 21. 21 Jahre denkt ihr nun, “was will er uns nun wieder aufschwatzen?”. Anfangs war ich froh, endlich darf ich auch in Amerika Alkohol trinken, endlich bin ich ein vollwertiger Mann. Doch dieses Gefühl währte nicht lange, irgendwann kam Hans um die Ecke.
Und plötzlich wurde es mir klar. Meine Jugend war vorbei. Die nächste Hürde wäre die 30, danach kommen noch Kinder, Ehe, Enkelkinder. Man muss sich umschauen, es kommt alles eher als man denkt.
Und nun sitze ich hier, finde mich in einer neuen Welt wieder. In der Welt des Jammerns, in der Welt des Zurückblickens. Früher dachte man noch “haha, 30, da werde ich nie hinkommen. Das ist noch EWIGKEITEN weg”. Irgendwann ist auch die Ewigkeit zu ende.
Also lebe ich nun Jahr für Jahr, Tag für Tag, mit dem Gewissen, dass mich jeder Tag, jede Woche, jedes Jahr einen Augenblick näher zu meiner 30 führen wird.
Manchmal schlägt das Leben härter zu als einem lieb ist.
Die Jugend muckt auf
Da war er nun also, der Schulstreik. Mehrere 10000 Schüler bestreikten in mehreren Städten die schlechte Bildungslage Deutschlands .Sie forderten ein besseres Bildungssystem in welchem weniger Schüler in einen Klassenraum gezwängt werden, ein Bildungssystem, das nicht an einer Selektierung nach vier Jahren festhält.
Ob nun ein solcher Streik die Politiker zum Handeln überredet mag bezweifelt werden. Ein erstes Warnsignal war es indes: Nach der vermeintlichen Apathie der vorangegangenen Generation scheint sich ein neues Gefühl des Pflichtbewusstseins aufzutun.
Auch wenn noch ein kontraproduktiver rebellischer Unterton herrscht ( wieso streikt man während der Schulzeit; wieso nimmt man andere Generationen nicht dazu ), ist dies ein wichtiger Schritt.
Nun müssen sich andere Gesellschaftsgruppen angesprochen fühlen und den gleichen Weg gehen. Studenten, Eltern und Schüler sollten hier gemeinsam zusammenarbeiten. Passiert dies nicht, wird der Knalleffekt kurzweilig sein.




