Mit der Narrenkappe zum Olymp

Stumpen, Alf Ator, Buzz Dee. Wohlklingende Namen wie sie es nicht besser sein könnten. Diese drei herrlichen Personen haben sich 1994 zu der Rock/Fun Metal Band “Knorkator” zusammen getan. Knorkator, Deutschlands meiste Band der Welt, hat seit dieser Zeit mehrere Alben veröffentlicht. Dies ist ihre Geschichte…

In einem kleinen Kellergewölbe ereignte sich inmitten der tristen Kohl Zeit Wunderbares. Drei über alle Maßen begabte Musiker wagten sich an ihr neustes Projekt. “Knorkator” sollte es heißen und sich auf das Wort “knorke” ( Anm. d. R. “Dufte” ) beziehen.

Dass sie mit diesem Schritt Aussergewöhnliches, ja beinahe Weltbewegendes erschaffen werden, konnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner wissen. Dass Schare von jugendlichen Mädchen ihre Unterwäsche auf Bühnen werfen, und alteingesessene Rocker auf ihren Konzerten ob der schieren Emotionalität weinen - Nein, das hat wirklich keiner vorausgesagt. Das konnte jedoch auch keiner voraussagen.

Denn so ungewöhnlich wie ihre Namen ist auch ihr Musikstil. Mit Liedern wie “Ich bin ein ganz besond´rer Mann” legten die Musiker ihren Stil sehr schnell fest. Freie Zeitgeister wollten sie sein, keine Marionetten der Popkultur. In einer Welt des Gleichschritts wollten sie aus der Bahn laufen. Manchmal sogar rückwärts.

Dass dieses sehr hoch gesteckte Ziel zuweilen unantastbar ist, mussten die Bandmitglieder selbst erfahren. Auf Konzerten attackiert Alf Ator des Öfteren seine Fans, Stumpen zeigt seine promiskuitive Haltung öffentlich. Den seelischen Absturz ganz nach unten konnte die Band nur aufgrund eines Aufenthalts im hessischen Bootcamp unterbrechen.

Im Jahre 2007 war die Band dann erneut da, wo man sie in den letzten Jahren immer wieder gesehen hatte. Auf dem Trone des Olymp veröffentlichten sie ihr neues, und bis dato bestes Album, “Das nächste Album aller Zeiten”. Mit dem Lied “Geld” setzen sie sich erneut mit sich selbst auseinander, und beschreiben eindringlich und emotional den eigenwilligen Kampf um die Materialschlacht.

In die Zukunft blicken die Philosophen des 21. Jahrhunderts auch. Diese fällt jedoch weniger positiv aus, als es manche erwarten würden:

Wir werden alle sterben, haltet euch bereit.
Die Zeichen sind eindeutig, bald ist es so weit.
Vielleicht schon heute Abend, vielleicht in einem Jahr,
doch alle werden sterben traurig aber wahr.

Für die Zukunft wünscht der Autor der Band emotionale Stärke und viel Kraft für den Kampf mit Gesellschaft und Klavier.

Hochachtungsvoll, Patrick Pinske




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