“Heil dir, Kamerad!”
Joseph G. schrieb
am 02.02.2008 um 12:27 UhrWenn ich das seh, werd ich echt sauer,
Polackenlümmel schreien White Power!
Oh wie ich dieses scheiss Volk hasse,
seit wann gehören Polacken zur arischen
Rasse!?
Fassungslos lasse ich mir die Worte des jungen Joseph G. (Name v. d. Red. geändert) aus einer sächsischen Kleinstadt bei Leipzig auf der Zunge zergehen. Kein Einzelfall: Soziale Netzwerke wie SchülerVZ tragen längst nicht mehr das scheinheilige Image pädagogisch angehauchter Kommunikationsplattformen für Heranwachsende der Web 2.0-Generation.
In virtuellen Führerbunkern - getarnt als hypokritische Interessengruppen wie “Nationale gegen Kinderschänder”, “Wo ist unser Nationalstolz hin?” oder “Deutschland den Deutschen” - wird sie rekrutiert: Die neue Generation der “Kameraden”. Die zukünftige Bildungselite der Bourgeoisie.
Ihre Gesinnung ist in der Regel dichotom: Rechtes Gedankengut, angesiedelt irgendwo zwischen Kinderzimmerpolitik und volksverhetzendem Garagen-Rechtsrock à la Landser, Stahlgewitter oder Kraftschlag. Im Gegenzug prall gefüllte Fotoalben der letzten Hüttengaudi im Skilager, Bilder des Frankreich-Urlaubs im Sommer und Fotos vom Toskana-Austausch mit der Schulklasse. Inmitten der reißerische Aufruf an die Kameradschaft: “Klagt nicht, kämpft!”
“Hobbies: Kicken, Eishockey, Party” informiert das SchülerVZ-Profil des 15-jährigen Neonazis Wilhelm F. (Name v. d. Red. geändert). Und um gleich eine Angelegenheit klarzustellen zitiert Wilhelm sinngemäß Richard von Weizsäcker: “Patriotismus ist nicht der Hass auf andere Länder, sondern die Liebe zum eigenen Land!” - Auf den ersten Blick verkörpert sein Erscheinungsbild einen einfach gestrickten jungen Mann. Vor der Flagge der deutschen Bundesrepublik posieren schließlich auch enthusiastische Fußballfans. De facto ist seine signalisierte Schlägerpositur mit der Bildbezeichnung “Screw all up” der Anfang vom Ende. Die Proklamation zur gewaltsamen “Zerstörung”. Der Aufruf zum totalen Krieg.
Beispiele gibt es zur Genüge - vielmehr interessieren mich aber die Assoziationen. Die Pfade ins gesellschaftliche Abseits. Zieht man die virtuellen Vereinigungen “Kameradschaft Eisenhüttenstadt” oder “Radevormwalder Kameradschaft” in Betracht, lichtet sich der Nebel schnell: Freie Kameradschaften aus ganz Deutschland spielen hier mit gezinkten Karten und instrumentalisieren naive Jugendliche für ihre eigenen Zwecke. Während man in eingebetteten Diskussionsforen über den “nationalen Widerstand” konferiert, sieht man sich bereits zwei Tage später bei einem frisch gezapften Pils auf dem Kameradschaftsabend im Stammlokal. Wenn im SchülerVZ neumodische und mit Gewaltpotenzial behaftete Ableger des ehemaligen NSDStB vertreten sind, kann der Brückenschlag zum Kampfbund Deutscher Sozialisten oder zu den Parteigenossen der finanziell ruinierten NPD nicht weit sein. Hat der Verfassungsschutz auch hier seine Augen?
Obwohl man mit fadenscheinigen Floskeln wie “Nationalist wird man aus Liebe, nicht aus Hass.” oder “Wir sind auch ohne Sonne braun.” versucht, über die veritablen Zustände in den organisierten Geschwadern hinweg zu täuschen, sticht mir beim Durchstöbern der Vielzahl an nationalsozialistisch geprägten Gruppen besonders ein Phänomen ganz besonders ins Auge: Die enorme Gewaltbereitschaft. Die unsagbar immense Gewaltbereitschaft, besonders mit chauvinistischen Merkmalen. Mit “Hass, Gewalt und Fußballrandale” wirbt das Profil des 17-jährigen Helmut K. (Name v. d. Red. geändert). Einige Zeilen später eine Nachricht seiner Freundin: “Hey Kleiner … Hab dich total doll lieb!”
Traurig aber wahr - NS-idealistisch verblendete Pubertierende bieten den gutgläubigen Anarchisten weiterführender Schulen Paroli. Hier glaubt man noch an den utopischen Traum vom weltweiten Sozialismus, während man weiter rechts ohne Bartwuchs, dafür aber mit Tränen in den Augen den Führer lobpreist. Die Welt ist schlecht.
In diesem Sinne: “Wehret den Anfängen!”






07.02.2008 16:44
Man werfe pro Person noch 20-30 Tropfen Tilidin sowie ein Asylheim in Rostock in den Ring und schon hat man viel Spaß in den Medien. Tolles Deutschland
07.02.2008 17:47
Ein sehr guter Artikel.
Meiner Meinung nach könnte man natürlich auch noch die allseits bekannte “Schulhof-CD” der NPD mit einbringen, die natürlich nur einen Zweck erfüllt.
07.02.2008 18:35
Sehr guter Artikel. Da kann einem doch nur schlecht werden!
08.02.2008 10:42
Ein wirklich guter und treffender Artikel, dieses Blog kommt gleich zu meinen Favoriten^^.
08.02.2008 22:42
Haste aber nicht ernst gemeint, oder? Glaubt nicht alles, was Euch Eure Sozialkundelehrer erzählen: Die Beobachtung, dass die intellektuell einfacher gestrickten Extremisten eher national-sozialistisch ticken und die gutgläubigen Extremisten auf den weiterführenden Schulen eher international-sozialistisch weist eher auf den Kern des pubertierenden Pudels
09.02.2008 10:40
Um ehrlich zu sein: Mit Bourgeoisie wollte ich nur einen Durchschnitt zwischen den grenzwertigen sozialen Schichtungen treffen. Abgesehen davon, dass der Begriff nicht mehr zeitgemäß ist und politischer Extremismus in allen Gesellschaftsschichten anzutreffen ist, hört es sich einfach gut an.
Nimm’s besser nicht ganz wörtlich.
02.03.2008 01:07
ich bin eigentlich nur auf diesen artikel gestoßen, während ich ein wenig im internet herumgestöbert habe. jetzt mal ganz im ernst: was wollt ihr mit so einem artikel überhaupt bewirken? den allgemeinen weltfrieden? dass einjeder sein gegenüber liebt und ehrt egal ob mörder oder kinderschänder? das ist doch krank.
ich bin eine nationalistin. ihr denkt jetzt bestimmt, dass ich durch irgendwelche freunde die vieleicht einen schlechten einfluss auf mich haben rechts bin, oder durch jegliche flugblätter der npd. aber so leid es mir auch tut, da muss ich euch endtäuchen. ich habe mir ganz von alleine meine meinung entwickelt. ganz ohne irgendeinen einfluss von außen. ich bin frei und national und keine eurer jämmerlichen versuche mich und meine kameraden als die bösen darzustellen wir je ein beweggrund für mich sein meine meinung zu ändern.
mfg
WhiteWolf
02.03.2008 15:20
Ich würde sagen, dass man an der Schreibweise und Fähigkeit zur Rechtschreibung ableiten kann, dass “WhiteWolf” wohl den durchschnittlichen Intelligenzquotienten eines “rechten Kameraden” hat - nämlich knapp über der Raumtemperatur.
Wir wollen mit dem Blog auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam machen, du bist einer davon “WhiteWolf”. Lächerlich.
02.03.2008 15:33
Ohne weiter auf den Kommentar ein zu gehen: Ich mag mich irren, aber ich bin mir ziemlich sicher das “White” - wie z.B. in Whitewolf” - nicht zur Sprache des ehrwürdigen Deutschen Reiches gehört. Klingt paradox, aber es ist so. Ich vermute der Kamerad von heute muss mit der Zeit gehen um sich auch interNATIONAL seine Anerkennung zu verdienen. Globalisierte Nationalgedanken, klingt gleich noch etwas paradoxer. Hurra
02.03.2008 20:08
Waffenbrüder, werft den Kulturnationalismus über Bord! Moderne Nationalisten sprechen die Sprache der Alliierten.
Im Übrigen, wie kommst du zu dieser Assoziation:
Würde ich für den Weltfrieden einstehen, müsste ich doch theoretisch den Nationalismus gutheißen, nicht wahr? Denn eine nationalistische Ideologie soll doch zu einer facettenreichen und harmonischen Wertegemeinschaft führen. Leider hat das noch nie funktioniert.
Ja, das hast du. So wie sich eo ipso alle politischen Gedanken ohne einen äußeren Einfluss entwickeln. Ohne Einfluss von Migration, Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, sozialen Brennpunkten und anderen gesellschaftspolitischen Mängeln im eigenen Umfeld. So wie sich auch das nationalsozialistische Regime ohne jeden Einfluss, sondern lediglich aus der Laune der deutschen Bevölkerung heraus, entwickeln konnte.
03.03.2008 21:57
oh ja, was für eine schande, dass ich mir einen englischen namen gebe (achtung, dass war ironie). ihr seid alle echt so stumpfsinnig. ihr denkt bestimmt, ich würde wollen, dass die ganze welt nur noch ein einziges deutschland ist. natürlich, ich meine ich hab ja auch nichts besseres zu tuen. ich habe nichts gegen touristen hier in deutschland, aber ich hab was dagegen, wenn sie dann gleich hier bleiben. außerdem spricht meiner meinung nach auch nichts dagegen sich an den produkten anderer länder zu bereichern. ich esse ja schließlich auch nicht jeden tag sauerkraut mit kartoffeln und leberkäse, sondern auch gerne mal ne pizza oder sushi.
es ist also auch ganz in meinem interesse, dass auch international mein name verstanden werden kann.
und ja, ich weiß, dass ich ziemlich viele rechtschreibfehler mache. das liegt an meiner nachgewiesenen lrs.
mfg
WhiteWolf
ps: ich wünsche euch, dass ihr schon bald den weg hinaus aus eurer fiktiven wirklichkeit findet.
03.03.2008 23:24
Nein nein, wo kämen wir denn da hin. Wir legen hier niemandem Worte in den Mund.
Das musst du mir jetzt aber nochmal genauer erklären.
Pizza und Sushi kommen ja nicht einfach so vom Himmel geflogen. Der Austausch von Gerichten zählt genauso zum Austausch von Kulturen. Deswegen gibt es hier Pizzerien und jede menge toller Chinarestaurants und deswegen gibt es in Italien deutsche Kaffeehäuser. Kultureller Austausch kann nur stattfinden, wenn er von Menschen getragen wird.
Mit wem sollte kultureller Austausch stattfinden?
Mit gaffenden Rucksacktouristen, die mal zwei Stunden hier und da sind, sich mit “Einheimischen” ablichten lassen um zu Hause vom “Abenteuer Ausland” zu erzählen? Mitnichten.
Austausch geschieht durch Menschen, die sich hier ansiedeln und mit denen man interagieren kann. Dies betrifft Menschen, die zu uns kommen genauso, wie Deutsche, die ins Ausland ziehen. Migration ist kein einseitige Strömung.
Es ist nunmal schlicht und ergreifend ein Irrglaube, man könnte auf Einwanderer verzichten. Wirtschaftlich wäre unser schönes Deutschland binnen weniger Jahre völlig am Boden. Statistisch gesehen hat heutzutage jeder vierte Deutsche einen Zuwanderungshintergrund. Ich behaupte einmal, 99% davon wirst du nicht erkennen. Es sei denn, sie würden Stempel oder Aufkleber “Ausländer” zwecks Diffamierung tragen, aber das ist ja nun ne andere “Geschichte”
Die Menschen arbeiten hier tagtäglich, verdienen Lohn und Brot, leisten ihren Beitrag zur Gesellschaft, wie jeder andere auch. “Wir Deutsche und die Ausländer” ist bloß eine Floskel ohne argumentatives Fundament, die lediglich bestimmte Gruppen ausgrenzen sollen.
Bloß warum? Was ist an diesen Gruppen anders? Was ist an ihnen das Verwerfliche?
Du begegnest, sobald du aus dem Haus trittst, Menschen, deren Vorfahren Ausländer waren. Stört dich das? Vermutlich nicht. Weil du sie nicht erkennst.
Hier liegt doch das Kernproblem.
Es geht nicht um “die Ausländer”, sondern um die, die anders aussehen. Schwarze, Südländer, Türken, Araber, Asiaten. Die Ablehnung gegen Menschen dieser Herkunft ist lediglich durch das Aussehen bestimmt. Sowas nennt man auch “Xenophobie”, die Angst vor dem Fremden. Es ist egal, ob die Familie eines Schwarzen seit 100 Jahren in Deutschland lebt, die glorreichen Zeiten des Kaiserreiches miterlebten, hart anpackten beim Wiederaufbau und sich deren Lebensweise unserer in keiner Weise unterscheidet, oder ob er erst vor einem Monat nach Deutschland gezogen ist. Er ist schlicht und ergreifend eines: “Ausländer”.
Doch warum sollen diese Menschen nun anders sein? Aufgrund ihres Aussehens? Ist das nicht reichlich oberflächlich? Du willst doch vermutlich auch nicht, dass man dich mit ultra-dummen Schlägernazis gleichsetzt. Also kann man etwas mehr Differenzierung durchaus von beiden Seiten erwarten. Was zählt sind die Werte und die Leistung. Solange alle Menschen in einer Gesellschaft hart arbeiten und sich an die durch Gesetze gegebenen Regelungen halten, ist rein garnichts dagegen einzuwenden, dass sie hier leben.
Jetzt könnte man argumentieren, dass man zuhauf “Ausländer” sehen könne, die “dem Staat nur auf der Tasche liegen”, die andere bedrohen, keine Leistung bringen, schlechte Einflüsse mitbringen…
Doch beruht das nicht stets auf Gegenseitigkeit?
Ich muss nur 10 Minuten draußen unterwegs sein, bis ich auf die ersten sturzbetrunkenen, pöbelnden “deutschaussehenden” Jugendlichen stoße. Die dann einfach mal den nächsten Autospiegel abtreten. Die aufgrund mangelnder Schul- und Berufsbildung seit Jahrzehnten von der Stütze leben.
Wo ist der Unterschied zwischen “deren Sozialschmarotzern” und “unseren Sozialschmarotzern”?
Ich persönlich finanziere durch meine Steuern dem freundlichen, engagierten, motivierten und arbeitswilligen Südländer bei der Müllabfuhr, der durch Sparmaßnahmen arbeitslos wurde, zehn mal lieber das Arbeitslosengeld, als dem “faulen Deutschen”, der niemals seinen Finger aus dem Po nehmen würde, um für andere die Mülltonnen zu leeren. Dafür ist er sich “zu fein”. Da verdient er “nicht genug”. Stattdessen ist er lieber arbeitslos, hängt zu hause rum, schimpft über Besserverdienende und Ausländer, die die Arbeitsplätze wegnehmen würden, bloß um seinen Neid zu verschleiern, dass diese Menschen erfolgreicher sind als er.
Dass er selbst aufgrund selbstverschuldeter Defizite in Bildung, Ausbildung, Beruf und sozialer Stellung selbst dafür verantwortlich sein mag, kommt ihm nicht in den Sinn. Da wäre er selbst für verantwortlich.
Einen Sündenbock zu haben ist ja so einfach.
Zugegeben, oben genanntes Beispiel ist ebenfalls reichlich pauschalisiert. Ich möchte keine der beiden Seiten hochloben noch erniedrigen. Das bezieht sich nur einmal Beispiele, die ich selbst erlebt habe. Tun wir das nicht alle?
Danke für den Wunsch, der ist nicht nötig. Ich brauche keine Fiktion, ich habe hier meine Realität. Eine Wirklichkeit, in der ich es nicht nötig habe, andere aufgrund ihres Aussehens in Schubladen einzuordnen. Ich sehe ihre Leistung und ihre Motivation. Und dort erkenne ich, dass sie sich genauso anstrengen wie alle anderen auch. Sie sind wie alle anderen auch. Sie gehören zu uns. Unweigerlich.
Es ist mir sowas von egal, wo ein Mensch und seine Familie herkommt und wie er aussieht. Was zählt sind seine Handlungen. Und wenn ich das Ganze dann genauer betrachte, sehe ich, dass es sowohl außerordentlich leistungswillige Menschen gibt, als auch solche, die uns eher Probleme bringen. Und das auf beiden Seiten. Da spielt die Herkunft keine Rolle. Und daher darf und kann die Herkunft kein Kriterium dafür sein, wie wir mit Menschen umzugehen haben. Denn sonst ist es nur eine Frage der Zeit, bis bestimmte Gruppen wieder einmal aus der Gesellschaft “aussortiert” werden. Und wer dann aussortiert wird, ist nur Definitionssache. Das kann den faulen Deutschen genauso treffen. Das ganze hatten wir übrigens schon einmal…
Ich streite nicht ab, dass es durchaus teilweise Probleme geben mag, doch die Lösung des Problems kann nicht sein, alles ausländisch aussehende rauszuschmeißen. Das ist eine Kaschierung der Symptome, aber nicht die Bekämpfung der Ursachen. Denn wie ich gerade dargestellt habe, sind Probleme in aller Regel sowohl unter Deutschen als auch unter Zuwanderern zu finden. Die allermeisten Probleme sind gesellschaftlich bedingt. Versteckt man die Symtpome auf einer Seite, bestehen die Probleme auf Seiten der Deutschen nach wie vor. Fazit: Wir sind der Problemlösung keinen Schritt näher gekommen. Wir mussten lediglich einige Menschen als Sündenbock bestrafen, aufgrund von Eigenschaften, für die sie nichts können.
Es wäre allerdings außerordentlich hilfreich, würdest du erklären, warum unsere Ansichten lediglich “fiktiv” seien, deine aber vermeintlich real. Welche Wirklichkeit kennst du denn, wenn du mit der rational betrachteten Sichtweise von Leistung, die unsere deutsche Gesellschaft schließlich bestimmt, nichts anfangen kannst?
Gruß,
Mirko
04.03.2008 15:19
WhiteWolf, du preist zuerst den Nationalismus an, grenzt dabei den eigenen Nationalcharakter gegen ethnische Minderheiten in den eigenen Grenzen ab und bezeichnest dich selbst als überzeugte Nationalistin. Durchaus zu Recht, auch wenn ich der politischen Ideologie nicht einen Funken Verständnis abgewinnen kann. Und nun schreibst du sowas:
Das widerspricht doch exakt der ganzen Idee. Das ist für mich nicht im geringsten nachvollziehbar, wenn dein eigenes Bewusstsein in eine protektionistische Richtung mit Tendenz zur kulturellen und wirtschaftlichen
AbschottungUnabhängigkeit der eigenen Nation streben soll.04.03.2008 16:24
mirko, erstmal wollte ich mal loswerden, dass ich es gut finde, dass hier zumindest noch ein wille zur diskussion besteht. das ist ja auch das schöne an meinungsverschiedenheiten.
natürlich fallen pizza und sushi nicht einfach so vom himmel. das ist ganz klar, dass für den austausch von gerichten und der kultur menschen aus anderen ländern hierher kommen müssen, genauso natürlich auch deutsche ins ausland fahren müssen und dann da auch einige zeit bleiben. es ist wichtig, auch andere kulturen kennen zu lernen. ich hab ja auch nichts dagegen, dass hin und wieder mal der ein oder andere pole, spanier, russe, franzose, amerikaner,… nach deutschland kommt, oder auch umgekeht. nur soll das doch bitte alles in einem überschaubahren ramen geschehen. deutschland soll stark überwiegend von deutschen ohne migrationshintergrund bewohnt sein. und das selbe will ich auch für alle anderen länder unserer schönen welt. sonst könnte man ja gleich alle landesgrenzen aufheben. dan gäbe es keine länder mehr. nur währe dann das problem, dass auch die regierenden aller länder zusammengewürfelt werden würden. das resultat daraus währen dann unzählige machtkämpfe die nur zu mord und totschlag fürhen würden.
du hast recht damit, dass man den größten teil der personen mit migrationshintergrund nicht an ihrem aussehen erkennen kann. meine meinung ist, wer in ein anderes land reist und dort auch wohnen will muss die fremde sprache soweit beherrschen, wie auch die einheimischen dieses fremden landes. wer diese erwartung bei der einreise noch nicht erfüllen kann, sollte verplichtet sein an einem selbst bezahlten sprachkurs teilzunehmen. das problem ist, dass “ausländer”, ob man sie nun erkennen kann oder nicht, sehr oft nicht richtig deutsch sprechen können, bzw. kein einziges wort der deutschen sprache verstehen können. ich kenne durchaus einige von dieser sorte.
ich selbst verstehe mich auch sehr gut mit einigen polen, iranern und russen. die haben sich aber auch ohne probleme in unsere gesellschaft integriert.
ja, das mit der fiktiven wirklichkeit ist so ne sache für sich. meine meinung ist, dass ihr nicht sehen könnt, bzw. nicht wollt wie die deutsche kultur immer mehr aus dem deutschen land von andersländigen kulturen verdrängt wird, bis deutschland irgendwann nur noch auf dem papier existiert.
natürlich kann es auch sein, dass wir alle nur in unseren eigenen fiktiven wirklichkeiten leben und die “reale welt” (wenn es sie überhaupt gibt) garnicht kennen und niemals kennen werden. wer weiß das schon? und sollte ich auch in einer fiktiven wirklichkeit leben, würde ich mich natürlich auch sehr freuen, mal die reale welt erforschen zu können. das muss natürlich nicht heißen, dass euere welt die “reale welt” ist. aber das ist wohl eines der schönen rätsel, die die menschheit niemals lösen werden.
mfg
WhiteWolf
04.03.2008 16:34
dennis, es tut mir leid, dass ich deinen neuen beitrag nicht in meinem oberen text mit einbringen konnte, aber als du deinen beitrag ins netz gestellt hast, war ich noch mit meinem beschäftigt.
es kann gut möglich sein, dass bei mir hin und wieder das ein oder andere paradoxon auftaucht, aber es ist ja bekanntlich schwer sich in mal eben dahingeschriebenen beiträgen im internet immer richtig auszudrücken.
04.03.2008 16:58
Hmm… das mit dem mehrheitlichen Deutschenstaat ist seltsam, ich hab heute erst einen höchst interessanten Vortrag zum Thema deutsche Sprache gehört, laut selbigen haben wir in Deutschland 77 Millionen deutschsprachige Muttersprachler, was bei 82 Millionen Bürgern insgesamt schon meinem Verständnis von Mehrheit nahe kommt. Der Rest spricht Deutsch nicht als Muttersprache, wie viele der in diesem schönen Land lebenden die Sprache allerdings überhaupt nicht spricht ist mir grad nicht klar, aber so viele bleiben da nicht mehr übrig…
05.03.2008 15:03
diese zahlen mögen vieleicht stimmen. ich habe mich womöglich ein wenig schlecht ausgedrückt, bzw. sehr viele meiner eigenen erfahrungen mit eingebaut. da, wo ich wohne gibt es sehr viele personen mit migrationshintergrund, die meistens auch nicht richtig deutsch sprechen können. und außerdem bin ich der meinung, wenn die einwanderung nach deutschland micht massiv runtergedreht wird, werden bald ausländer die oberhand in deutschland ergreifen.
mfg
WhiteWolf
05.03.2008 16:46
Warum?
Welchen Grund gibt es, dass Deutschland hauptsächlich (ich interpretiere das mal als “fast ausschließlich”) von Deutschen ohne Migrationshintergrund bewohnt sein soll?
Welche Unterschiede weist ein Mensch auf, dessen Großvater Franzose ist, statt Deutscher?
Seit dem Mikrozensus 2005 werden, laut dort festgelegter Definition, aktuell 19,3% der Bevölkerung als Menschen mit Migrationshintergrund gezählt. Laut vorheriger Definition, in der auch Großeltern mit einfließen, sind es sehr viel mehr Menschen, sodass wir dann auf etwa jeden vierten kommen (wie ich oben schrieb).
Was unterscheidet diese Menschen von “arischen Deutschen”? Was macht einen Menschen anders, der irgendwo in seiner Abstammungslinie mal einen Menschen hatte, der außerhalb unserer Landesgrenzen wohnte? Warum soll es diesem Menschen unmöglich sein, genauso als Deutscher in Deutschland zu leben, wie du es tust (ich meine abgesehen von der politischen Meinung)?
Mit Verlaub, das halte ich für Unsinn. Staaten sind politische Einheiten, welche die Regeln definieren, nach denen die Menschen in diesem Staate zusammenleben.
Ich will gar nicht verleugnen, dass die Staaten sich historisch gesehen durch die Menschen entwickelten, die auf diesem Gebiet gelebt haben. Doch historisch kann man vermeintlich viel beweisen. Wir können jetzt auch darüber philosophieren, wie viele Deutsche von den vor jahrtausenden herrschenden germanischen Stämmen abstammten. Doch irgendwo mussten ja selbst die Germanen herkommen. Reichlich weit hergeholt, oder?
Kein Staat auf der Welt definiert sich heutzutage noch ausschließlich durch seine “reinrassigen Einwohner”. Denn es gibt keinen Staat, auf den diese Beschreibung zutrifft.
Menschen zog es immer in die Ferne, die Menschheit unterlag immer Wanderungsbewegungen. Menschen haben sich niemals von Landesgrenzen (wo wir wieder bei künstlich gezogenen, politischen Einheiten wären) aufhalten lassen. Überall auf der Welt gab und gibt es diese Wanderbewegungen. Menschen ließen sich niemals von Grenzen aufhalten, sie lassen sich nicht aufhalten und sie werden sich niemals aufhalten lassen.
Und genau deshalb ist die nationalistische Theorie vom “reinen Volk” eben nur eines: eine Theorie. Eine Theorie, die nicht funktioniert. Nationalismus funktioniert nicht und wird auch nie funktionieren.
Überhaupt ist die Einstellung, das eigene Land gegen “das Fremde” abzuschotten um ein “reines Volk” zu erhalten, eine vergleichsweise neue Einstellung, kreiert von der wilden menschlichen Fantasie. Es gibt rational betrachtet schlicht und ergreifend keine Eigenschaft eines Menschen, die ein Mensch anderer Herkunft nicht erlangen kann, wenn wir von Äußerlichkeiten absehen. Aber ich beschrieb zuvor bereits ausführlich, dass man das Äußere gut und gerne weglassen sollte. Außer Oberflächlichkeiten führt das zu nichts.
Was mich als Deutscher mit Migrationshintergrund nun von Mitmenschen ohne Migrationshintergrund konkret unterscheiden soll, wird mir nicht ersichtlich. Dieser Definition bist du uns bislang schuldig geblieben.
Du glaubst es kaum, ich ebenso nicht, aber hier kann ich dir durchaus irgendwo zustimmen. Menschen, die in einem bestimmten Land leben wollen, müssen die Sprache beherrschen, die in diesem Land gesprochen wird. Anders funktioniert das Zusammenleben nunmal einfach nicht. Dass die meisten Menschen bei der Einreise die Sprache nicht ausreichend beherrschen, ist selbstverständlich. Woher denn auch? Dass Einwanderer die deutsche Sprache erlenen müssen, wenn sie hier ankommen, ist daher der richtige Schluss.
Doch das genau geschieht. Die allermeisten Menschen besuchen Sprachkurse oder erlenen die Sprache durch Interaktion und Integration. Ob sie mit Akzent sprechen, ist dabei völlig egal.
Ich will dir deine persönlichen Erfahrungen nicht absprechen, aber ich halte es für falsch, wenn du aufgrund von Einzelfällen, um die es sich stets handelst, eine riesige Gruppe von Menschen schlecht redest.
Jeder macht diese konfrontierenden Erfahrungen. Doch bedenke: “Only bad news are good news”: Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. Diese paradox klingende Regel ist jedoch alltäglich: Schau’ dir Nachrichten an. Schätzungsweise 80% der Meldungen sind in irgend einer Weise negativ. Deshalb ist aber nicht gleich die ganze Welt negativ. Die Leute wollen schlechte Schlagzeilen sehen. Gute Nachrichten sind langweilig.
So ist es auch mit deinen Erfahrungen, so ist es mit den Erfahrungen fast aller Menschen: Du begegnest auf der Straße 100 Menschen, alle mit Migrationshintergrund, die völlig normal hier Leben. Sie sprechen Deutsch und bei vielen siehst du nichtmal, dass sie ausländische Wurzeln haben. Dann begegnest du einem dunkelhäutigen Jungen, der auf arabisch fremde Leute anpöbelt. Diese Erinnerung behältst du fest. Die 100 anderen Menschen interessieren dich nicht, es ist diese eine Person, die dir negativ auffiel. Doch aufgrund einer schlechten Erfahrung verurteilst du die 100 anderen, obwohl du nie schlechte Erfahrungen mit dieser großen Gruppe gemacht hast.
Ist das deine Definition von Gerechtigkeit?
Was ich damit ausdrücken möchte: Persönliche Erfahrungen sind stets subjektiv. Du kannst noch so viele negative Erfahrungen haben, aber die Gesamtsituation kann deshalb trotzdem ganz anders, nämlich viel positiver aussehen. Man muss nur über den Tellerrand schauen und diese Gesamtsituation wahrnehmen wollen.
Zu den Sprachen fällt eines ein: Der Eindruck täuscht oft. Auf der Straße hört man viele nichtdeutsche Sprachen sprechen. Na und? Das muss überhaupt nichts bedeuten. Geh auf sie zu und frag die nächsten 20 Ausländer nach der Uhrzeit oder wann der nächste Bus an der Haltestelle kommt. Es mag den ein oder anderen geben, der dich nicht versteht. Es mag mehrere geben, die dich unfreundlich abweisen, was ganz normal ist. Aber die überwiegende Mehrheit wird dir die Information geben oder mit einem “Weiß ich nicht” antworten. Das zeigt: Man darf menschen nicht danach beurteilen, wie man sie gerade sprechen hört. Man muss mit ihnen sprechen. Nur dann sieht man, was in ihnen steckt. Sofern sie mit dir reden (können), ist doch alles wunderbar. Man kann nun denken: Wir sind in Deutschland, hier muss Deutsch gesprochen werden. Ja und Nein. Amtssprache, Verständigungssprache, Schulsprache? Ja, durchaus. Privatsprache? Nein. Das Privatleben geht niemanden etwas an. Du kannst den türkischen Migranten nicht vorschreiben, zu Hause Deutsch zu sprechen. Genauso, wie ich dich nicht zwingen kann, von jetzt an nur noch nach Rosen duftendes Klopapier zu benutzen. Es wäre besser für sie, würden sie ihr Deutsch trainieren. Aber man kann sie nicht zwingen.
Was verstehst du unter “sehr oft”? “Oft” im Sinne von “viele”? Einverstanden, da kann man drüber reden. “Oft” im relativen Sinne von “die Mehrheit”? Nicht einverstanden. Deine eigenen Erfahrungen können schlicht und ergreifend nicht so umfassend sein, um 15 Millionen Deutsche beurteilen zu können. So viele mit Migrationshintergrund gibt es nämlich. 7,2 Millionen Menschen gelten in Deutschland offiziell als Ausländer, sprich, sie haben keine deutsche Staatsangehörigkeit.
Die Quellen findest du beim statistischen Bundesamt.
Aha, interessant. Du verstehst dich gut mit Ausländern, welche in die Gesellschaft integriert sind. Trotzdem sprichst du Ausländern das Recht ab, in Deutschland zu leben. Ist das nicht ein Widerspruch?
Gut, das ist ein wirklich diskussionswürdiger Punkt.
Allerdings halte ich deine Schlüsse für falsch. Die Kultur würde nur dann verdrängt, wenn die Ausländer, die andere Kulturen mitbringen, unsere eigenen verdrängen. Dem ist nicht so. Die Ausländer leben ihre Traditionen, wir leben unsere. Trotzdem können alle in einer Gesellschaft zusammen leben, arbeiten, einkaufen. Über “Verdrängung von Kulturen” können wir nochmal sprechen, wenn du gezwungen wirst, in einer Moschee Richtung Mekka zu beten.
Ich persönlich habe eine ganz andere Auffassung. “Deutsche Kultur”. Welcher Deutsche kümmert sich um deutsche Kultur? Welcher Deutsche ist darum bemüht, deutsche Kultur zu erhalten? Was gehört für dich überhaupt zu deutscher Kultur? Und wie schützt du die deutsche Kultur?
Meiner Meinung nach sind es die Deutschen selbst, die ihre Kultur nicht hegen und pflegen. Das wichtigste kulturelle Gut ist unsere Sprache. Und es gibt verdammt viele Deutsche, wenn nicht gar die große Mehrheit, die gewisse Defizite in der deutschen Sprache aufweisen, wenn nicht gar gravierende Probleme besitzen. Viele haben ja nichtmal nen Wortschatz, der “ey”, “Alter”, “Bier” und “Titten” übersteigt (Achtung: Ironie!). Du willst die deutsche Kultur erhalten? Dann fang an, zig Millionen Deutsche zurück in den Deutschunterricht zu schicken.
Ausländer sind nicht am Niedergang “deutscher Kultur” (wir müssen nochmal definieren, was das überhaupt sein soll) schuld. Das kommt dir nur so vor. Denn diese Menschen leben nach ihren Traditionen und erhalten ihre Kultur. Die große Mehrheit des deutschen Volkes tut das nicht, es lässt “deutsche Kultur” verkommen, bis wir irgendwann ohne dastehen. Das ist nicht die Schuld der Ausländer!
Tut mir leid, auch hier werde ich dir widersprechen.
Einwanderung runter drehen? Bereits derzeit hat Deutschland jährlich so wenige Einwanderer wie seit Jahrzehnten nicht. Lediglich knapp eine Million Ausländer sind in den letzten 4 Jahren nach Deutschland eingewandert. Mehr als doppelt so viele sind schon seit mehr als 20 Jahren hier. (Übrigens: eine Million klingt auch viel. Aber das muss man in Relativität setzen: Viele wandern auch wieder aus. Auch Deutsche. Die Einwohnerzahl steigt nicht, wie das bei der Million zu erwarten wäre, sondern sinkt stetig.)
Enorm viele, vor allem die knapp 500.000 Italiener (die stellen hinter anderthalb Millionen Türken), sind während des berühmten “deutschen Wirtschaftswunders” nach Deutschland gekommen. Als Gastarbeiter. Sie halfen, unser Land wieder aufzubauen, nachdem die Nationalsozialisten ihr gelobtes Heimatland in eine einzige Schuttwüste verwandelten (netter Querverweis: Auch dies ist ein Produkt von übertriebenem Nationalismus: Die Selbstvernichtung).
Die allermeisten dieser Menschen lebten und leben wunderbar integriert. Einige von ihnen nicht. Man kann nun den Ausländern die Schuld in die Schuhe schieben, dass sie sich nicht integrierten. Aber Probleme sind meistens zweiseitig.
Die Deutschen haben diese riesige Menschengruppe jahrzehntelang nicht als gleichwertig angesehen. Das waren bloß “Gastarbeiter”, die “bald wieder gehen”. Aus den paar Monaten wurden Jahre, aus ihnen wurden Jahrzehnte, und aus ihren Kindern und Kindeskindern wurden Menschen, die sich als Deutsche ansehen. Die Einstellung, “Gastarbeitern” gegenüber zu stehen, ist für viele Probleme verantwortlich. Es gab jahrzehntelang keine Einwanderungs- und Integrationspolitik, obwohl die Bundesrepublik seit jeher ein Einwanderungsland ist. Eine solche Politik wurde erst unter Rotgrün eingeführt. Ausgerechnet dieser Regierung schiebt man gern die Schuld in die Schuhe. Fakt ist jedoch, dass diese die erste war, die sich um dieses Problem wirklich gekümmert hat.
Ich will nicht die Deutschen dafür verantwortlich machen, dass Ausländer kein Deutsch können. Das ist schwachsinn. Aber bedenke: Ein Schulkind kann sich noch so sehr anstrengen, in eine Gruppe von anderen Schulkindern zu gelangen. Wenn die auf dem Pausenhof einen Kreis bilden und das einzelne Kind nicht integrieren wollen, dann kann das einzelne Schulkind niemals Gruppenmitglied werden. Egal wie sehr es sich anstrengt.
So ist es auch mit der Gesellschaft.
Natürlich tragen die Einwanderer die Hauptverantwortung der Integration. Diese müssen bereit sein, sich zu integrieren. Parallelgesellschaften sind schlecht. Aber die Menschen, die hier leben, müssen auch bereit sein, die Neuankömmlinge aufzunehmen. Sonst kann Integration nicht funktionieren.
Entweder wir akzeptieren, dass die Menschen hier leben und nicht wieder weg gehen und kommen zusammen mit den Einwanderern zu einer Lösung, oder wir schmeißen alle raus. Letzteres wird aber unweigerlich zum Niedergang Deutschlands führen. Also: Erst über Folgen nachdenken, dann handeln!
Noch ein ganz wichtiger Punkt zum letzten zitierten Abschnitt:
Warum sollen die Ausländer die Oberhand gewinnen? Dein Beitrag klingt wie: “Die übernehmen uns und zerstören Deutschland.” Woher kommt diese permanente Paranoia, diese Angst vor anderen? Dreh das doch einfach mal um: Sie sehen sich vielleicht auch als Deutsche und wollen als Deutsche (mit Migrationshintergrund) in unserem Land mitwirken. Es geht nicht darum die “Oberhand zu gewinnen” oder die Macht an sich zu reißen. Sie wollen mitwirken, genauso wie du das willst. Aber nicht gegen dich, sondern mit dir.
Deine Erfahrungen und die Einstellung, die sich daraus ergibt, nämlich die Ablehnung von Menschen, die nicht bereit sind unsere Sprache zu sprechen, sind durchaus nachvollziehbar. Aber meiner Meinung nach ziehst du daraus die falschen Schlüsse. Aufgrund von einigen Erfahrungen, die Einzelfälle darstellen, sprichst du kategorisch allen Menschen ab, in einem anderen Land zu leben als dem, wo sie geboren sind. Ist das nicht reichlich hoch gegriffen?
Und die zweite Frage, die ich mir stelle: Warum nennst du dich eine “Nationalistin”? Nationalismus ist ein sehr mächtiger Begriff voller Hass und tiefster Ablehnung gegen alles, was man nicht als sein eigenes Volk betrachtet. Du sprichst hier jedoch hauptsächlich von sprachlichen und kulturellen Problemen, die jedoch prinzipiell allesamt lösbar sind. Diese Probleme sind auf der politischen Tagesordnung und die Beteiligten, sowohl Deutsche als auch Zuwanderer, sind darum bemüht, diese zu lösen.
Mit deiner Einstellung, dass Zuwanderer die Deutsche Sprache erlernen müssen, weil dies unabdingbar notwendig für das Zusammenleben ist, bist du vieles, aber eines nicht: eine Nationalistin.
Besonders nicht, wenn du selbst zugibst, ausländische Freunde zu haben, mit denen du dich bestens verstehst.
Ich bitte dich daher, ganz genau über die Begriffe nachzudenken, die du verwendest. Nutze sie nur, wenn du mit dem Gebrauch auch voll und ganz deren Bedeutung ausdrücken willst.
Abschließend füge ich nur eine Klitzekleine Anekdote an: Stell dir vor, dass du im nächsten innerdeutschen Urlaub deinen Traummann kennen und lieben lernst. Dir persönlich ist es völlig egal, aus welchem Bundesland er kommt. Du liebst ihn, das ist alles, was zählt. Aber ihr werdet niemals zusammen wohnen können, niemals heiraten können, niemals gemeinsame Kinder haben können. Warum? Du darfst nicht in seinem Bundesland leben, und er nicht in deinem. Grässliche Vorstellung, oder? Nun ersetze das duch einen Ausländer, den du im Frankreichurlaub kennen lernst. Und nun versuch’ zu verstehen, was Millionen Menschen durchmachen müssten, wenn deine Forderungen Realität wären.
Ich bitte zum Schluss zu entschuldigen, dass ich immer so schrecklich lange Texte schreibe. Aber ich habe leider ein enormes Mitteilungsbedürfnis.
Gruß,
Mirko
06.03.2008 22:12
ich habe eine schlechte angewohnheit, die ich mir unbedingt schnell abgewöhnen muss: wenn meine meinung von leuten in frage gestellt wird, verändere ich immer so meine meinung, bis sie ihnen passt. da sich dann immer wieder diese nicht ganz wirkliche mit der wirklichen meinung vermischt, endstehen dabei unzählige paradoxen. das fällt mir dann meistens garnicht richtig auf. vieleicht denkt ihr jetzt “die hat doch ernsthafte psychische störungen” oder “ein typisches beispiel eines mitläufers”. vieleicht das nationalisten nicht mehr zu helfen ist. vieleicht denkt ihr auch, dass bei unserer erziehung etwas falsch gelaufen sei. ihr denkt sicher noch so einiges von uns von dem ihr felsenfest überzeugt seid. bei den von mir genannten beispielen trifft nur letzteres auf mich zu (darauf komme ich später noch zurück). aber bei einer sache könnt ihr euch sicher sein: wenn ihr sagt, wir könnten nichts bewegen - zu klein sei unsrer freunde schar muss ich euch wohl enttäuschen. natürlich sieht man von den kameraden, die ihre meinung frei ausleben nur verhältnismäßig wenige herumlaufen. aber es gibt noch die anderen. die, die nur freunden ihre meinung anvertrauen bzw. es oft auch niemanden anvertrauen. wenn sich ca. 2/3 von den stillschweigenden den aktivisten anschließen wird es schon bald wieder ein deutsches reich geben.
ich weiß jetzt, wofür und wogegen ich kämpfe. ein beispiel wogegen ich kämpfe findet ihr hier: http://de.youtube.com/watch?v=FHatnt3wM5Q
ich wollte ja auch nochmal darauf zurück kommen, was es mit der schlechten erziehung bei mir auf sich hat.
meine mutter war früher in ihrer jugend ein punk. schon als ich gerade mal ca. 7 jahre alt war, “bombadierte” sie mich und meine geschwister mit musik von den ärzten und co. sie lobpreiste ständig ihre jugend. kleine kinder glauben ihren eltern natürlich alles. sie denken: was die eltern sagen das stimmt auch.
gegen so eine art von erziehung habe ich nichts. aber wenn, dann sollte man es auch richtig machen und diese art von erziehung nicht nur halbherzig angehen. doch meine mutter hat es nur halbherzig gemacht, jedenfalls bei mir. bei meinen geschwistern hat sie ihre mission erfolgreich erfüllt. bei mir hat es für kurze zeit auch funktioniert. aber zum glück eben nur für kurze zeit. der deutsche stolz ruhte schon immer in mir, was ich unbewusst immer wieder heimlich auslebte.
jetzt habe ich endlich den sprung von links nach rechts geschaft.
wenn ich “heil hitler” oder “sieg heil” sage, weiß ich auch warum. wenn ich es sage, kommt es stets vom tiefsten inneren meines herzens. wenn ich in deutschland umhergehe laufen mir oft tränen in die augen, weil ich dieses leiden, welches mein vaterland ertragenmuss, nicht mehr länger ertragen kann. wenn ich dann meine kameraden sehe, kommt mir dieses wunderbare zukunftsbild in den sinn.
mit der revolutionären jugend hat es damals angefangen und mit ihr hat es auch geendet. genauso wir es wieder geschehen.
mfg
WhiteWolf
06.03.2008 22:52
Guten Abend,
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich deine Antwort außerordentlich enttäuschend finde. Ich hatte gehofft, du würdest mit einem Gesprächsniveau antworten, wie du das zuvor getan hast.
Es kam eine interessante Diskussion in Gang über Motivationen und Beweggründe des Nationalismus. Doch sobald du jetzt an der Reihe bist, mal deine Motivationen konkret darzulegen, weil bisher alles halbherzig von dir geschriebene irgendwie mit Gegenargumenten bearbeitet wurde, blockst du ab.
Wo es darum gehen würde, uns konkret und deutlich zu erklären, warum du dich “Nationalistin” nennst, dann blockierst du plötzlich.
Warum erzählst du nicht von deinen Beweggründen?
Warum gehst du nicht auf die von mir genannten Punkte ein?
Warum erzählst du uns nicht, warum du ein “Deutsches Reich” haben willst?
Warum erzählst du uns nicht, warum du “Heil Hitler” oder “Sieg heil” sagst?
Tut mir leid, aber wenn du keine Antworten lieferst, musst du damit rechnen, dass andere dein Verhalten interpretieren. Und ich interpretiere das so:
Ich widerlege (zumindest in meinen Augen, aber du hast dich ja nicht mehr geäußert) alle von dir genannten Punkte, beziehungsweise ich argumentiere dagegen. Deinen Beweggründen, die du hier offensichtlich nur oberflächlich und halbherzig an den Tag gelegt hast, habe ich somit - zumindest teilweise - den Wind aus den Segeln genommen.
Nun wärst du eigentlich an der Reihe, Reaktionen hierauf zu liefern. Doch von dir kommt nichts. Du ignorierst die konkreten Fragen schlicht und ergreifend.
Ich behaupte daher folgendes: Du hast keine Antworten auf meine Fragen!
Entweder hast du keine stichhaltigen Gründe für deine Motivation, oder du kannst deine rechte Einstellung einfach nicht begründen.
Wie soll ich das verstehen?
“Aus heiterem Himmel bin ich heute mal eine Nationalistin, mal schauen wie das so ist. Keine Ahnung, was es bedeutet, aber klingt lustig.”
Du kannst nicht begründen, warum du Nationalistin bist, weil du selbst keine Gründe dafür hast.
Und wenn dir bewusst wird, dass ich dich dabei ertappt habe, dass du eigentlich gar keine Gründe für deine Meinung hast, da blockierst du. Schaltest auf stur und reagierst nicht.
Das ist wie ein kleines Kind, das nicht wahr haben will, dass es seinen Willen nicht kriegt: Es schaltet auf stur, hält sich die Ohren zu und läuft laut schreiend davon.
Was hat nun deine persönliche Lebensgeschichte, in der keine Zusammenhänge mit den hier gezeigten Diskussionsthemen Ausländer und Zuwanderung auftauchen, mit der Diskussion zu tun?
Gar nichts.
Oder soll das nun wieder eine weitere Rechtfertigung sein?
“Ich kann dir nicht sagen, was mich von Einwanderern unterscheidet. Aber ich find’s geil, ‘Heil Hitler’ zu rufen. Was das bedeutet, kann ich auch nicht erklären. Aber dabei komme ich mir halt einmal toll vor. Das Gefühl hab ich sonst ja leider nicht oft…”
Es ist leider schade, dass man von kaum einem Anhänger der rechten Szene wirklich erklärt bekommt, warum die rechtsextremen Ideologien so faszinieren. Bisher begegnete mir niemand, der sich auf eine ernsthafte, gesunde politische Diskussion einlassen wollte. Daher bestärkt mich das wieder nur in einem Gefühl: Viele haben gar keine Ahnung von den Dingen, denen sie da überhaupt anhängen. Deswegen kennen sie auch keine Antworten auf meine Fragen.
Fakt ist, dass diese Ideologie die mit Abstand grausamsten Verbrechen an der Menschheit hervorgebracht hat. Verbrechen, die niemand von uns in ihrer menschenverachtenden Art und Weise auch nur ansatzweise wirklich erfassen und begreifen kann. Niemand kann mir sagen, warum man so etwas wiederholen will.
Wenn Menschen ihre Mitmenschen wie Vieh behandeln, dann haben sie jeglichen Sinn für Zivilisation verloren.
Volk, bewaffnet euch mit Keulen und zurück in die Steinzeit!
Schade, dass die Person, die die Diskussion hier erst begonnen hat, nun mit einem derart unreifen Verhalten die Diskussion auch schon wieder beendet. Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, wo du als bekennende Nationalistin hättest beweisen können, dass dein Verhalten in der Tat auf mehr beruht, als einfach nur ne feuchte Hose bei dem Gedanken an Kameradschaft und “Sieg heil” zu kriegen, um mal dem traurigen, eigenen Leben zu entfliehen.
Chance vertan, Mission gescheitert. Fragen ungeklärt.
Gute Nacht,
Mirko
07.03.2008 19:23
mit meinem letzten beitrag wollte ich einiges aus meinen vorherigen beiträgen zurücknehmen. mit meinem letzten beitrag wollte ich euch den grund nennen, weswegen einige meiner aussagen in meinen vorherigen beiträgen paradox erschienen, bzw. es auch waren. ist ja deine sache mirko, wie du meinen letzten beitrag interpretiert hast. aber ganz sicher hab ich ihn nicht geschrieben, weil ich auf deine fragen keine antworten habe. aber hätte ich, ohne meinen letzten beitrag geschrieben zu haben, deine fragen aus meiner wirklichen, unverfälchten sichtweise geschrieben, hätte das dann zu viele wiedersprüche mit sich gebracht.
meine beweggründe sind die, dass ich nicht mit ansehen will, wie deutschland immer mehr zu grunde geht. in allen anderen ländern hat niemand was dagegen, wenn man mit seiner landesfahne rumläuft und immer wieder gerne seine nationalhymne singt. wenn dann mal einer zb. mit einer deutschland- oder einer englandfahne im auto ankommt, wird dieser dann manchmal sofort beschimpft (hab ich selber schon miterlebt). wenn hier mal jemand vaterlandsliebe zeigt und mit einer deutschlandfahne rumläuft schaut man diese person schon stirnrunzelnd an. wenn diese person, ohne dass die deutsche nationalmannschaft grade ein fußballspiel hat, dann auch noch die nationalhymne singt, wird schon sofort von allen seiten “nazi-schwein” gerufen. diese person dürfte sich schon mal garnicht erlauben, einen autofahrer mit einer andersländigen fahne im auto blöd anzumachen. dann würde diese person nämlich erstmal gewaltige anzeige bekommen.
es ist einfach nicht gerecht, dass wir nicht so sehr unseren stolz ausleben dürfen, wie andere länder. ich liebe deutschland und will es auch offen zeigen dürfen. ich will auch alles bekämpfen können, was meinem vaterland schadet, bzw. schaden könnte.
mit meiner einstellung will ich anderen leuten zeigen, dass es noch welche von uns gibt. ich will andere leute animieren ihren stolz auch offen zu zeigen.
ich will ein deutsches reich, weil man da noch diese meinung frei ausleben durfte. das durfte man auch vor dem 2. weltkrieg.
ich sage “heil hitler” und “sieg heil”, weil hitler ein guter mann war. dass er so viele juden getöten hat finde ich auch nicht gut. aber seine grundidee war richtig. hätte er eine andere kriegstaktik gewählt, hätte er auch sicherlich den krieg gewonnen.
jetzt, in der heutigen zeit braucht deutschland wieder einen führer wie hitler, der das rednerische talent besitzt, massen von menschen zu überzeugen. einer der sagt “deutschland den deutschen!” und dabei umjubelt wird. hitler war unglaublich intelligent, talentiert in vielen hinsichten und überzeugt von seiner weltanschauung. eigentlich kann niemand wirklich sagen, dass alles, was hitler getan hat, totale scheiße war. z.b. konnten wegen ihm nachts frauen draußen herumlaufen, ohne angst haben zu müssen, vergewaltigt zu werden. hitler war zwar ein guter mann, aber er hat auch fehler gemacht. fehler sind aber menschlich und da, um aus ihnen zu lernen. nächstes mal, werden diese fehler sicherlich nicht nochmal gemacht.
mirko, sicherlich habe ich jetzt nicht alle deiner fragen beantwortet, aber da ich mir diesen pc noch mit einigen anderen leuten teilen muss, habe ich heute keine zeit mehr, meinen beitrag weiterzuführen. die bearbeitung deiner anderen fragen wird sich sicherlich noch ein wenig in die länge ziehen. von daher wäre es nett von dir, würdest du deine wichtigsten fagen nochmal kurz und bündig für mich zusammenfassen. natürlich kannst du das auch lassen, nur würde es dann mit den antworten nur noch länger dauern. danke
mfg
WhiteWolf
07.03.2008 20:04
Natürlich war Hitler ein guter Mann, gegen die von dir genannten Punkte kann man wirklich überhaupt nichts sagen…
Nur mal so als Beispiel: Er war ja wirklich unheimlich intelligent, er hat fast keine der Fehler wiederholt die Deutschland im ersten unnötigen Weltkrieg schon gemacht hat, oder irre ich?
Und talentiert war er auch, ich erinnere nur an die Kunstakademie in Österreich bei welcher er sich kaum erwehren konnte, die hätten ihn ja fast dazu gezwungen auf diese Schule zu gehen…
Rednerisches Talent besitzt Dieter Bohlen auch, wie wärs wenn wir ihn zum Herrn von Deutschland machen?
Und das die Fehler durchaus wiederholt werden können zeigt sowohl deine Einstellung als auch das Buch (und die neuerliche Verfilmung) “Die Welle”, vielleicht ein Werk welches du dir mal zu herzen nehmen solltest.
07.03.2008 20:22
Weißt du, eigentlich habe ich gar keine Lust, hier noch groß weiter zu diskutieren. Ich kritisiere, dass du meinen Fragen stets völlig aus dem Weg gehst und dann machst du schon wieder unbeirrt damit weiter und wirfst immer wieder neue Themen in die Diskussion, die gar nichts mit dem vorherigen Thema zu tun hatten. Du kommst mit neuen Sachen, statt die alten aufzuklären.
Aber ich bin ja gutmütig und eher wenig nachtragend…
Zu deinem angesprochenen Patriotismusthema sage ich nur folgendes: Ja, da ist durchaus etwas dran, dass uneingeschränkter Patriotismus durchaus kritisch beäugt wird. Aber es wird dir nicht generell das Recht abgesprochen, patriotistische Einstellungen zu haben. Es gibt aber einen großen Unterschied zwischen Patriotismus und National(sozial)ismus. Und das weiß der größte Teil der Bevölkerung.
Du hast um kurze, prägnante Fragen gebeten. Gut, die gebe ich dir.
Und wenn auf die Fragen keine vernünftigen Antworten kommen, die du uns schon seit geraumer Zeit schuldest, obwohl ich hier ohne Ende schreibe, dann ist die Diskussion hier für mich beendet.
Du gibst also zu, dass deine Weltanschauung auf Widersprüchen basiert? Warum glaubst du dann daran, wenn die selbst für dich nicht schlüssig ist?
Wer und was schadet Deutschland denn? Ganz konkrete Schilderungen von konkreten Bedrohungen bitte. So ein sinnloses, pauschales “Die blöden Ausländer”-Geheule zählt hier nicht.
Und wie willst du gegen diese Gefahren kämpfen?
Ach ja? Durfte man das? Ich erinnere mich da beispielhaft an Diffamierungen gegen Sozialdemokraten und Kommunisten. “Freie Meinungsäußerung” ja, aber nur wie sie einem selbst passt? Und nach 1933 war allgemeine, freie Meinungsäußerung mit Sicherheit nicht mehr gegeben. Wenn du allerdings lediglich die Meinung vom “deutschen Weltreich” meinst, dann hast du Recht, die Meinung durfte man nach 1933 frei ausleben. Das war aber auch die einzige Meinung, die das durfte. “Freie Meinungsäußerung” sieht anders aus.
Warum war Hitler ein guter Mann? Was hat er denn gutes getan?
Kannst du mir mit deinen eigenen Worten erläutern, wie seine Grundidee denn aussah? Was war daran gut?
Warum überhaupt Krieg? Welcher effektive Nutzen bestand im Krieg? Verteidigung gegen Gefahren, wie du sie zuvor nanntest, sicherlich nicht.
Darum ging es schon am Anfang unserer Diskussion. Warum “Deutschland den Deutschen”, ganz konkret? Warum keine anderen, außer, dass man sich bei solchem Gerede toll fühlt? Das konntest du mir bisher nicht beantworten.
Och, der arme Hitler. Soll ich jetzt Mitleid haben? Verfolgung von Andersdenkenden, systematische Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen, bloß weil sie eine Meinung oder Religion hatten, die Hitler nicht passte, und einen Weltkrieg vom Zaun gebrochen, der Deutschlands Ansehen und Vormachtsstellung in der (wirtschaftlichen) Welt zerstört hat. Soll ich jetzt dankbar sein?
Auch du forderst die Verfolgung und Ausweisung von Menschen aufgrund von Dingen, für die diese Menschen gar nichts können. Einige deiner “Kameraden” verletzen und töten diese Menschen deswegen sogar.
Ist das deine Vorstellung davon, aus “den Fehlern zu lernen” ?
08.03.2008 20:55
mirko, du hast mir mit deinem beitrag indireckt bestätigt, dass du meine texte wohl nicht sorgfältig durchgelesen hast. nicht meine meinung enthält wiedersprüche, sondern die art, wie ich meine meinung preisgegeben habe, was ich mir aber schnell wieder abgewöhne.
wer deutschland schadet kann ich dir auch sagen, bzw. habe ich das auch schon in meinen anderen texten geschrieben, nur hast du ja offensichtlich nicht die veranlagung, etwas über einen längeren zeitraum im kopf zu behalten.
also schreibe ich es jetzt nochmal: personen mit migrationshintergrund verdrängen immer mehr die deutsche kultur aus deutschland und fügen ihre kulturen in den frei gewordenen platz ein. und genau das schadet deutschland. aber nicht nur die ausländer sind das problem, sondern auch die deutschen ohne migrationshintergrund, die das auchnoch unterstützen.
die momentane regierung deutschlands ist auch ein großes problem. sie denken, sie seien verpflichtet den anderen ländern gegenüber die sünden von damals reinzuwaschen. darum mischen sich unsere politiker in den angelegenheiten anderer länder ein und vergessen dabei, dass es ja noch deutschland gibt.
ok, das ein oder andere, was ich hier jetzt aufgelistet habe, ist vieleicht nicht in meinen anderen texten vorhanden, aber du kannst mir nicht unterstellen, ich hätte deine frage nicht zumindest zum teil beantwortet.
wie ich diese gefahren bekämpfen will wolltest du ja auch noch wissen.
also, ich bin für eine systematische aussortierung und abschiebung zunächst nur von personen mit migrationshintergrund die bereits schwere straftaten begangen haben. verbessert sich die lage in deutschland dann noch immer nicht, werden bereits “ausländer”, die nur kleine straftaten, wie z.b. ladendiebstahl, begangen haben abgeschoben. wenn das auch nicht so stark helfen sollte, kommt der ganze rest auch noch weg. aber eines steht fest: ohne personen mit migrationshintergrund in deutschland wird der großteil des deutschen volkes sich wohler in deutschland fühlen.
zu deinem kommentar zu meinem dritten zitat in deinem text muss ich nichts weiter erklären. ich habe da nämlich nichts so formuliert, dass deine “wiederlegungen” recht haben könnten.
hitler wollte, dass das deutsche reich eine großmacht wird. die sowjetunion und die usa sind in der zeit immer weiter gewachsen. er befürchtete, dass, wenn er nicht eingreifen würde, das deutsche reich bald schon nicht mehr existieren würde, weil es dann schon bald auf die sowjetunion und auf die usa aufgeteilt worden sei.
er wollte, dass deutschland wieder den deutschen gehört, und die verstümmelung des deutschen reiches, nach dem 1. weltkrieg, wieder rückgängig gemacht wird.
mirko, komm doch mal bitte wieder in die realität zurück. die natur hat uns die veranlagung zum bekriegen doch förmlich in die wiege gelegt. kriege existierten schon immer in der geschichte der menschheit und werden auch immer weiterbestehen. das liegt daran, dass jeder gesunde mensch das bedürfniss hat, seine meinung durchzusetzten.
kriege sind wichtig, um eine überbevölkerung zu verhindern. das ist natürlich nicht der grund eines jeden krieges, aber womöglich der grundgedanke der natur.
krieg dient dazu, den anderen zu zeigen, dass man stark ist und dass sie sich nicht mit einem anlegen sollten. löwen zb. machen das genauso. das muss ich dir jetzt wohl nicht auch noch erklären. du bist doch wohl so “unglaublich klug” dass du auch einiges von löwen weißt. ansonsten kannst du ja mal ein wenig in den weiten des internets forschen.
ich bin nicht nur für “deutschland den deutschen” sondern auch für “afrika den negern”, “england den engländern”, u.s.w.
jeder soll dahin gehen, wo er hingehört. bei menschen ohne migrationshintergrund eines landes, die ihrem eigenen land nur schaden würden darf man natürlich mal eine ausnahme machen und sie in die jeweiligen länder schicken, die ihnen am meisten zusprechen. wie gesagt: jeder soll dahin, wo er hingehört und das gilt nunmal auch für deutschland.
ich habe niemals gesagt, ich würde zu den kameraden, die kanacken und neger töten, hingehen, ihnen auf die schulter klopfe und sage “gut gemacht kamerad”. deine unterstellung, “das sei meine vorstellung davon, aus fehlern zu lernen”, ist schlicht und ergreifend falsch.
mirko, du verhälst dich, wie einner dieser naturwissenschaftler, der versucht, mit allen mitteln die existenz von geistern zu wiederlegen. das, was sie sehen, wofür sie vieleicht mal keine physikalische erklärung finden, haben sie einfach nicht gesehen, oder sie erfinden die wahrheit einfach neu. für die restlichen phänomene haben diese wissenschaftler immer eine ihrer standarterklärungen parat, z.b., dass geister ja keinen schatten werfen können (was sogar rein physikalisch schwachsinn ist). unglaubwurdig bis zum geht-nicht-mehr und total hilflos, weil sie aufeinmal merken, dass sie von denen, die an geister glauben, besiegt wurden.
mfg
WhiteWolf
08.03.2008 21:06
marik, hitler war in der schule gelangweilt, weil der unterichtsstoff ihn langweilte.
ziemlich traurig, dass du denkst, dieter bohlen hätte ein rednerisches talent. aber naja, was noch so in deinem kleinen hirn vor sich geht will ich garnicht erst wissen. würde ich es doch wissen, würde ich mich vor lachen wohl kaum noch halten können.
hitler hat den fehler gemacht, die juden zu töten. ich habe nicht die absicht juden,… zu töten. also unterstell mir hier bitte keine falschen tatsachen.
das hitler die massen so sehr begeistern konnte, sehe ich nicht als einen fehler an den er gemacht hat.
das buch “die welle” kenne ich schon. es steht schon seit jahren bei mir im bücherregal und wurde auch mehrmals von mir gelesen. trotzdem danke für den tipp.
mfg
WhiteWolf
08.03.2008 21:27
WhiteWolf, da muss ich doch mal ganz doof fragen: was ist denn Deine Kultur, und was davon wird wie verdrängt? Hab ich nicht mitbekommen, dass Schützenumzüge verboten wurden? Hindert man Dich in einen Karnevals- oder Trachtenverein einzutreten? Sendet der Musikantenstadl nur noch auf türkisch?
Was ist das für Dich - Kultur?
fragt sich
Olaf
08.03.2008 21:40
Was ich übrigens nicht verstehe, ist die immer wieder geäußerte Ansicht, Hitler sei ein so unterirdischer Maler gewesen. Der war in meinen Augen nicht auf der Höhe der Zeit und es hat sicher ne ganze Menge bessere gegeben. Aber so ein Landschaftsaquarell muss man auch erstmal malen - schwierige Technik (Vorbehalt: ich kenne nur Katalogreproduktionen - keine Originale). Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, die hätten ihn damals angenommen auf der Akademie. Aber das konnte man ja nicht wissen… ist vielleicht ne gute Idee um da aufgenommen zu werden. “Nehmt mich , oder ich versuche die Welt zu erobern
08.03.2008 22:22
Ok, ich langweile mich in der Schule also werd ich Diktator. Juhu, endlich ein Ziel nach der Schule…
Der gesamte Kommentar meinerseits steht unter einem unendlich riesigen Schild welches mit “Sarkasmus” betitelt ist. Abgesehen von dem “Die Welle” Teil solltest du das vielleicht nicht zu erst nehmen. Die Tatsache da du auf der Stelle beleidigend wirst zeugt nicht unbedingt von hoher Kommunikations Fähigkeit, das du allerdings in meine Zeilen hinein interpretierst das ich die die Absicht eines Genozids unterstelle, dann frage ich mich ob du nicht viel eher nur nicht lesen kannst oder willst. Zumal du die Welle gelesen aber auch diese Wiedergabe von realen Ereignissen wohl nicht so verstanden hast wie das Experiment gedacht war.
Hitler konnte die Massen ansprechen, wohl das einzige was er wirklich konnte, das will und kann ich ihm leider nicht absprechen, aber selbiges gilt auch für viele Personen die sich dem Ruhm auf der Mattscheibe hingegeben haben, zu diesen Personen gehört Herr Bohlen nun einmal auch. Unter den tausenden Zuschauern von einer bestimmten Castingshow bei RTL sind bestimmt einige die sich gerne anhören was der Bohlen wieder fieses zu sagen hat. Die Massen zu begeistern durch Worte ist eine Kunst, wie man die aber ausübt ist nirgends vorgeschrieben.
09.03.2008 10:22
Wohlgemerkt bestand die Masse - damals (!) - aus Arbeitern und Bauern. Die Tatsache, dass auch die missmutige Ehefrau damals noch am Herd stand, wurde genauso von der NS-Propaganda instrumentalisiert wie ungünstige (z.B. finanzielle/gesellschaftliche) (Nachkriegs-)Zustände innerhalb der Familien des Proletariats und der wachsende Hass auf gut gebildete und besser verdienende jüdische Mitbürger, die sich eine große Villa am Stadtrand leisten konnten. Das hat der Fabrikarbeiter nicht mehr ertragen.
Plötzlich gab es eine “jüdisch-bolschewistische Verschwörung”, die “nordische Rasse”, “Rassenschande” und die Frau, den Mutterkult, der die nationalsozialistische Ideoligie symbolisiert. Sicher, den Massengedanken zu polarisieren ist eine Kunst. Aber diese Kunst wurde AUSSCHLIEßLICH zugunsten Hitlers und seiner Kriegspläne ausgenutzt, nicht zugunsten der langfristigen Verbesserung der Zustände im deutschen Volk.
Das Deutsche Reich war nach dem 2. WK finanziell am Ende der Fahnenstange. Du kannst doch jetzt nicht allen Ernstes behaupten, dass Hitlers Derealisierungsprogramm auch nur einen Funken Verantwortung gegenüber dem deutschen Volk hatte, während gleichzeitig junge Männer an der Front zu Tausenden verheizt wurden. Das war doch der Anfang vom Ende.
Die EU-Politik ist ein großes Problem? Du siehst nicht ein, dass die Bekämpfung von Missständen vor Ort (im jeweiligen Land) einen Rückgang der Migrationsströme anstrebt? Glaubst du, die Reduktion von Arbeitslosigkeit in Eruopa-übergreifenden Aufschwungjahren ist ein Produkt von nationalistischer (und nicht international orientierter!) Politik? Mir platzt gleich der Kragen.
09.03.2008 11:32
Den Ball spiele ich jetzt aber mal zurück.
Die Person hier, die nicht auf den anderen eingeht, bist eindeutig du!
Ich habe in mehreren langen Beiträgen jede deiner Behauptungen aufgegriffen und argumentativ widerlegt. Deine Behauptungen, worauf sich deine Ideologie stützt, waren somit haltlos!
Du hast zwar Recht, du hast zuvor behauptet, die deutsche Kultur würde durch Migranten verdrängt. Allerdings habe ich in meiner Antwort hierauf ausführlich erläutert, warum genau dies nicht der Fall ist! Ich habe beschrieben, dass die Migranten nicht die deutsche Kultur verdrängen, sondern die Deutschen selbst ihre Kultur vernachlässigen! Und genau deshalb sind die Migranten nicht Schuld an dieser Entwicklung!
Ich habe deine Beiträge nicht gelesen? Nein, im Gegenteil!
Du hast meine scheinbar nicht aufmerksam gelesen! Sonst wäre dir dieser Sachverhalt beispielsweise aufgefallen!
Und statt nun auf meine Aussagen einzugehen, fängst du mit der gleichen Scheiße von vorne an, die ich zuvor schon widerlegt habe.
Du bist hier diejenige, die nicht auf andere eingeht.
Du bist hier diejenige, die scheinbar nicht versteht, was sie da liest.
Da kann ich genauso gut mit meiner Zimmerwand diskutieren. Die geht auch nicht auf meine Argumente ein.
Vielleicht erkennst du auch nur nicht, dass ich deine Behauptungen widerlegt habe, weil du nicht merkst, dass du kaum über historisches Fachwissen oder Kenntnisse von gesellschaftlichen Zusammenhängen verfügst.
Ich sehe hier es aber nicht als meine Aufgabe an, diese Defizite deiner Bildung aufzuholen.
Ich jedenfalls habe momentan keine Lust, meine kostbare Sonntagszeit damit zu vergeuden, mich von dir hier auf persönlicher Ebene angreifen zu lassen.
Da treffe ich mich lieber mit meinen Freunden mit Migrationshintergrund.
Gruß,
Mirko
09.03.2008 16:01
mirko, alsob ich nicht auf dich eingegangen wäre.
das problem ist aber, dass du in deine meinung verbissen bist, genauso wie ich in meine. ich will auf schwachsinnige antworten keine doppeltschwachsinnigen antworten geben, wodurch du warscheinlich den anschein hattest, du hättest meine ansichten “erfolgreich wiederlegt”.
ich hab nichtmehr das interesse daran weiterhin mit dir hier zu diskutieren. ich habe auch noch wichtigere dinge zu tuen.
also, wenn du auch keine lust mehr dazu hast, dann sag einfach einmal klar, dass ich mich hier nicht mehr blicken lassen soll. dann bin ich wenigstens auch von dieser zeitverschwendung erlöst.
mfg
WhiteWolf
09.03.2008 19:16
Wir könnten die Suche nach dem Sündenbock jetzt noch einmal drei Tage lang weiterführen, aber das führt wohl zu nichts.
Ich habe nichts dagegen, wenn du die Diskussion hier weiterhin durch deine Besuche bereicherst. Aber dann unter der Bedingung, dass wir uns darauf einigen sollten, ausschließlich auf sachlicher Ebene zu bleiben.
Du bist nach wie vor als Diskussionsteilnehmerin willkommen, sofern Anschuldigungen auf persönlicher Ebene unterhalb der Gürtellinie ausbleiben. Hier haben beide Seiten Fehler gemacht, die es fortan zu unterlassen gilt.
Gruß,
Mirko
10.03.2008 14:49
ich werde natürlich weiterhin gerne mitdiskutieren. beleidigungen werde ich auch sein lassen.
ich bin sehr froh, dass hier jetzt ein neuer diskussionsabschnitt gefunden werden konnte.
mfg
WhiteWolf
12.07.2008 22:21
Que dieu protege notre patrie
13.07.2008 12:09
aber bitte vor den richtigen :-\
23.07.2008 20:16
Ist es etwa falsch, seine Heimat, sein Vaterland zu ehren?
Und offen zu sagen: Ich liebe mein Vaterland?
Ist es falsch, wenn man Feststellungen macht und Fragen stellt?
Ist es falsch, anders zu denken als die Masse?
23.07.2008 20:52
Es geht überhaupt nicht nicht um Ehren oder Lieben des Vaterlandes. Da sagt doch niemand was gegen.
Im Artikel geht es um Rechtsextremismus unter Jugendlichen. Wer Patriotismus von Nationalismus und Rechtsextremismus nicht unterscheiden kann, der sollte lieber nochmal die Schulbank drücken, bevor man sich unqualifiziert äußert.
24.07.2008 05:27
Du glaubst ich könne diese 3 Worte nicht unterscheiden?
1. Patriotismus = Vaterlandsliebe
2. Nationalismus und Rechtsextremismus ist das höher stellen der eigenen Nation über andere
und zum Thema Schulbank:
Da hab ich nie den Unterschied zwischen Patriotismus, Nationalismus und Rechtsextremismus
erklärt bekommen.
Das hat der Lehrer damals nämlich politisch korrekt in ein- und dieselbe Schublade gesteckt.
Und ich denke, WhiteWolf steht mit ihrer Meinung nüscht alleine ^^
MfG
Leid-Kultur
(zu dem Namen kann man sich ja denken was man will ^^)
24.07.2008 08:53
Wenn du die Begriffe unterscheiden kannst, dann musst du deinen vorherigen Kommentar vom 23.07. nochmal erklären. Denn in Bezug auf Patriotismus ergibt er keinen Sinn, da niemandem hier Patriotismus abgesprochen wurde.
24.07.2008 11:09
^^
24.07.2008 17:27
“Zitat on”
Ist es etwa falsch, seine Heimat, sein Vaterland zu ehren?
Und offen zu sagen: Ich liebe mein Vaterland?
Ist es falsch, wenn man Feststellungen macht und Fragen stellt?
Ist es falsch, anders zu denken als die Masse?
“Zitat off”
Ich wollte damit andeuten, dass die Grenze im Hinblick auf
diese Aussagen zwischen Patriotismus und Nationalismus sehr
verschwimmen.
26.07.2008 13:51
Da sind wohl manche etwas müde?
Ich dachte jetzt kommen die 08/15-Sprüche,
wie: “Bist Du Nazi” oder “Scheiß Fascho” ^^