Ein kurzer, schmerzloser Tod oder doch lieber Gentechnik?
Dieser Frage stehen wir uns gegenüber, sollte es mit der Verbreitung von Genmanipulierten Pflanzen so weitergehen. Aber die Natur hat doch sowieso schon immer nur Scheiße fabriziert. Nur wir Menschen sind perfekt. Deshalb müssen wir sie unbedingt manipulieren, indem wir die Gene, den Ursprung der Information, den Ursprung der Natur, verändern, nein natürlich verbessern!
Bei Welt Online sieht man das anscheinend genauso.
Das Verändern der Gene bedeutet, so tief wie nie zuvor in den natürlichen Kreislauf der Pflanzen einzugreifen. Einmal im Umlauf, sind genmanipulierte Samen nicht mehr zu stoppen. Sie können sich zu neuen, unbekannten Pflanzen entwickeln, die das Gleichgewicht gefährlich auseinanderbringen könnten. In den USA existieren bereits sogenannte “Superunkräuter”, die traditionelle Pflanzenarten und Nützlinge schädigen und verdrängen. Dies kann ungeahnte Folgen allein für die Artenvielfalt haben.
Unglaublicherweise helfen wir damit sogar auch den armen Menschen in Afrika, denn durch die Gentechnik ist die Herstellung plötzlich vieeeeel billiger. Abgesehen davon, dass es ernsthafte und unumstrittene Alternativen gibt, sollte man sich Fragen, welche gesunheitlichen Konsequenzen für uns dabei entstehen könnten, zumal die Forschung noch lange nicht ihren Höhepunkt erreicht hat und sozusagen erst am Anfang der Entwicklung steht. Denn 55 Jahre sind für das komplexe Thema der Genforschung keine lange Zeit.
Mensch und Tier haben Jahrtausende von natürlichen Nahrungsmitteln gelebt. Niemand kann zu diesem Zeitpunkt vorraussagen, welche Langzeitschäden noch auftreten werden. Du bist, was du isst. Die Psyche spielt hier zwar auch eine wichtige Rolle, aber genveränderte Nahrung kann unter Umständen auch unsere Gene nachhaltig verändern.
Ist Mutation noch Fiktion oder schon bald grausame Realität?
Genmanipulation ist schon weit verbreitet aber es gibt Hoffnung für Menschen, die selbst entscheiden wollen, ob sie sich qualvoll zu Grunde richten. Abgesehen von vielen konventionellen Methoden, den Ertrag langfristig zu steigern und die Qualität zu sichern, ohne Gentechnik, sticht besonders der “Urzeit-Code” hervor, der revolutionäre Ergebnisse verspricht.
In den 80er Jahren gelang zwei Forschern beim Pharma Riesen Ciba (heute Norvatis) eine unglaubliche Entdeckung.
Sporen eines gewöhnlichen Wurmfarns wurden einem simplen Hochspannungsfeld ausgesetzt, in dem kein Strom fliest. Aus diesen Samen entwickelte sich der ausgestorbene Hirschzungenfarn, der nur noch in Versteinerungen zu finden ist. Durch diese Methodik hatte man anscheinend die Ur-form der Pflanze erweckt, dessen Informationen bis dato in den Samen schlummerte. Hier finden Sie den kompletten Versuch.
Der Pharmagigant Ciba unterband weitere Forschungen nachdem er es zuvor patentiert hatte, da die daraus resultierenden Pflanzen erheblich wiederstandsfähiger waren und keine Pestizide benötigten. Der Grund ist folgender: Ciba verkaufte eben jene Pflanzenschutzmittel, die durch dieses Verfahren nutzlos geworden wären.
Glücklicherweise wurde das Patent auf den Urzeit Code vor einiger Zeit von dem Journalisten Luc Bürgin zurückgekauft, der dieses kostenfrei zur Verfügung stellt. (Infos: urzeit-code.com)
Dieses Verfahren könnte das Ernährungsproblem in den südlichen Ländern stoppen, könnte die problematische Gentechnik ablösen und den Ertrag optimieren. Aufgrund des unmenschlichen Verhaltens des verantwortlichen Konzerns blieb der öffentliche Erfolg des Urzeit-Codes bisher leider aus.
Leider stecken viele internationale Konzerne hinter der Gentechnik, da so die Bauern der ärmlichen Länder abhängig von Saatgut-Multis wie Monsanto, Syngenta, Bayer und Dow Chemical werden. Wie hier berichtet, wird den Bauern sogar das eigene Saatgut verboten. Hoffen wir, dass man sich noch besinnen wird und alternative, natürliche Methoden sich durchsetzen werden.
Dieser Beitrag erreichte mich von Artie;
erschienen bei “Selbstdenken!” am 25.01.2008.






28.02.2008 17:45
Ich finde solche Gedankengänge sehr nachvollziehbar, weil ich selbst auch viel über die Konsequenzen unserer Entwicklung nachdenke. Es ist ja nicht nur Gentechnik, sondern z.B. auch Nanotechnologie oder die künstliche Intelligenz, die sowohl große Chancen als auch große Risiken mit sich bringen.
Aber eines ist Fakt: Unsere Erde wird irgendwann aufhören zu existieren (oder unbewohnbar für uns werden). Wir können durch unsere Forschungen diesen Untergang zwar noch beschleunigen, aber auch wenn wir es nicht tun, sterben wir trotzdem irgendwann aus. Natürlich ist es blöd, wenn wir irgendwann durch unsere eigene Hand umkommen sollten, aber wenn irgendwann unsere Sonne kollabiert wird das den dann lebenden Menschen auch nicht gefallen. Durch die Forschung haben wir wenigstens die Möglichkeit, uns zu verbessern. Ein Risiko gibt es immer.
29.02.2008 15:46
Die Argumentation halte ich aber nicht für schlüssig.
Meiner Meinung nach sollte man aber den Menschen, die momentan auf unserer Erde leben, ein würdiges und selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Und wenn einige gegen die Verwendung genetisch veränderter Lebensmittel sind, sollte das respektiert werden. Es gibt nun einmal faktisch keine Möglichkeit genetisch verändertes und unverändertes Getreide voneinander zu trennen, da Pflanzen nicht vor Eigentum oder Grundstücksgrenzen halt macht (ja, nicht einmal genetisch veränderte).
Somit ist es denjenigen, die den Verzehr genetisch veränderten Materials ablehnen, nicht möglich, diese Abstinenz mit genauer Sicherheit zu gewährleisten. Das neue Gentechnikgesetz bestätigt diese Sichtweise, weil es Bauern und Vertrieben erlaubt, Produkte als “genetisch nicht verändert” zu Verkaufen, die bis zu 0,9% genetisch verändertes Material enthalten (sobald es “technisch unvermeidbar” ist…eine schwammige Regelung, nicht?)! Außerdem ist es nun durch nachbarschaftliche Absprache legalisiert, den Sicherheitsabstand zwischen gen-veränderten und -unveränderten Pflanzen zu verringern.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Natürlich muss man in der Forschung weiter kommen, da der zunehmende Nahrungsbedarf der modernen Welt in irgendeiner Weise gedeckt werden muss. Natürlich sollte man hier auch die Gentechnik nicht ausschließen, da diese eine vielversprechende Möglichkeit bietet, diesen Bedarf zu decken!
Aber, wenn Menschen sich diesem (mittlerweile aufgezwungenen) Selbstversuch entziehen möchte, ist es ihm nach aktueller Gesetzeslage nicht möglich, da er gar nicht komplett sicher wissen kann, ob er tatsächlich genetisch unverändertes Pflanzenmaterial zu sich nimmt – weil, soweit ich das jetzt übersehen kann, auch biologisch angebaute Produkte von diesem “genetischen Streu-Effekt” betroffen werden können.
Und was ist das für eine Begründung: wir sterben doch sowieso alle?! Natürlich wird das passieren, aber wir haben keine Ahnung, wie sich die veränderten Enzyme langfristig in unserem Organismus (oder in den Organismen der anderen Konsumenten - sprich Tieren, die noch weniger Möglichkeiten haben, ausschließlich unbedenkliche Nahrung zu sich zu nehmen) anrichten oder verändern können.
Es könnte passieren, dass dadurch schmerzhafte, unheilbare Krankheiten entstehen, die einige Menschen sicher nicht als Risiko in Kauf nehmen wollen.
Außerdem kannst du das nur für dich selbst entscheiden. Ich halte es da mit dem Wahlspruch der Grünen: “Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen.”
Du weißt nicht, wie sie damit umgehen wollen. Wenn wir aber schon im Voraus alles zerstören und schlechte Ausgangssituationen schaffen, geben wir ihnen nicht einmal die Möglichkeit, richtig zu handeln!
Quelle zum Gentechnikgesetz:
http://www.keine-gentechnik.de/dossiers/gentechnikgesetz-iv/countdownzumgesetz1000.html