Viva la Don - Spenden 2.0
Spenden ist eine tolle Sache: Man verbessert das Leben anderer Menschen und kann am Abend selbst auch besser schlafen. Nachdem UNICEF Deutschland seinen Spendensiegel abgeben musste, können andere Projekte endlich ihre Daseinsberechtigung beweisen…
Vertrauenswürdigkeit steht an erster Stelle: Der Spender will erfahren, wofür genau sein Geld verwendet wird. Und er will wissen, wieviel sich die Betreiber des Unternehmens davon selbst in die Tasche stecken. 18% sind das zum Beispiel bei UNICEF. Einen denkbar transparenteren Weg geht da betterplace.
In Trichrirapalli (Indien) wird derzeit für die Verbesserung der Hygiene an Schulen gesammelt. Für neue Schultoiletten werden 3260 Euro benötigt, für die Wartug von Schultioletten von fünf Schulen werden 1625 Euro benötigt. 750 Hygienepakete für jeweils 1,63 Euro wollen auch einen Spender finden. Eine Beschreibung des Anbieters bietet genauere Informationen zur Verwendung:
Mangelhafte Hygiene und unzureichende sanitäre Einrichtungen an Schulen wirken sich in vielerlei Weise schädlich aus: Gesundheitsschäden, niedrige Einschulungsraten, hohe Schulschwänzerraten, schlechte Leistungen im Unterricht, und frühe Schulabbrüche insbesondere bei Mädchen sind das Ergebnis. Das Ziel dieses Projekts ist es, Kindern schon frühzeitig und praxisnah Wissen über Hygiene zu vermitteln. Deswegen sollen sie angemessene sanitäre Einrichtungen zur Verfügung haben, um in einem lernfördernden Umfeld das richtige Hygieneverhalten einzuüben. Da in den Dörfern und Schulen sanitäre Einrichtungen vollständig fehlen, leiden insbesondere Kinder häufig an hygienebedingten Krankheiten, die auch durch unsaubere Wasser verursacht werden.
Betterplace ist eine charitative Vermittlungsorganisation. Es ist anders als UNICEF aufgebaut. Hier gibt es keinen großen Topf, aus welchem Projekte bezahlt werden. Bei betterplace wird nach kleinen Dingen gefragt: Toiletten, Arbeitsmaterialien oder Steine für einen Brunnen. Minutiös wird dargelegt, wofür das Geld genau verwendet wird. Tatkräftig können interessierte Helfer an Projekten mithelfen. Für eine hundertprozentige Transparenz sorgt das Empfehlungssystem. Der jenige, der ein Projekt kennt, empfiehlt dieses weiter. Die Spenderliste ist für jeden einsehbar und untereinander kann kommuniziert werden. Jeder dient als Vertrauensbeweis, denn jeder kennt irgendwen, der irgendwen kennt, der ein Hilfsprojekt bei betterplace anbietet.
Seit der Gründung sind laut betterplace so über 20.000 Euro gespendet worden. Viele Projekte setzen dabei aber nicht nur auf finanzielle Hilfe, sondern auch auf Sachspenden oder persönliche Zeit. Seiten gilt es zu übersetzen oder Kindern im Nachbardorf zu helfen.
In der Öffentlichkeit und Erreichbarkeit jeglicher Informationen reiht sich betterplace nahtlos ein. Hier wird nichts hinter vorgehaltener Hand gemacht, nicht in einen zweifelshaften Topf gespendet. Hier gibt es direkten Kontakt zwischen Spendern und den Empfängern der Spende. Mit dieser Transparenz bietet betterplace einen neuen, frischen Wind. Hoffentlich können die Flügel die Seite weit genug tragen.






04.04.2008 10:27
Wir wünschen uns auch, dass betterplace trägt. Vielen Dank für Eure Unterstützung! Lasst es uns gerne wissen, wenn Ihr noch Ideen oder Anregungen zur Beflügelung habt.
Beste Grüße, Aishah