Offen Und Ehrlich

Ein bisschen ausländerfeindlich sein ist ok. Man darf es nur nicht übertreiben.

Mein 15 jähriger Nachhilfeschüler fasste sich heute ein Herz und offenbarte mir seine Meinung. Ausländer, die in Deutschland von deutschem Steuergeld leben (sprich keine Arbeit haben) , seien nicht in Ordnung.

Ich musste lachen.




 Kommentare

  1. Mirko http://www.unbequem.net/

    Jau, vor allem weil so erschreckend einfache Weltbilder nicht zwischen Ausländern unterscheiden, die erst seit kurzem hier sind, seit Jahren Arbeitserlaubnis genießen und solchen, die in zweiter oder dritter Generation hier leben und für die Deutschland mehr Heimat als alle anderen Länder ist und durch unglückliche Umstände arbeitslos geworden sind, wie jeder andere auch.

    Besonders putzig ist dann die Forderung nach Abschiebung Letzterer in Länder, die diese Leute nicht mehr kennen als vielleicht mal aus dem Urlaub.

    Aber ja, wenn die Welt doch nur so einfach wäre…

  2. Patrick http://www.unbequem.net/

    Das Witzige ist einfach, dass er selbst Vergangenheit im Ausland hat. Er selbst ist zwar in Deutschland geboren und aufgewachsen, sein Vater jedoch nicht.
    Ihm ging es eher um Leute, die seiner Meinung nach zu Unrecht Geld vom Staate erhalten. Auf die Frage, was einen deutschen Arbeitslosen von einem ausländischen Arbeitslosen unterscheide, kamen wir nicht mehr zu sprechen.

  3. Marik http://www.unbequem.net/

    Interessant dass diese Leute sofort die Ausländer sind. Jemand der nach der 6. Klasse die Schule abbricht und niemals arbeit findet und dennoch vom Staat Geld bekommt ist wahrscheinlich das Ziel von Mitleid, oder?
    Sicher, jeder ist ein bisschen Ausländerfeindlich oder Intolerant, das gegenteil zu behaupten wäre schlicht falsch. Man muss nur wissen in welchen Grenzen sich das bewegen sollte.

  4. Mirko http://www.unbequem.net/

    Wenn es um “Ausländer” geht, dann muss man sich auch heute noch erstmal 70 Jahre zurück versetzen. Es geht nicht um den Pass, den man in der Tasche hat, sondern um die Herkunft. Jemand, der keine Deutschen Eltern, (überspitzt: kein arisches Blut ;-) ) hat, der kann in vielen Augen niemals ein echter Deutscher sein.

    Nicht zuletzt geht es bei dem auf Stammtischniveau verwendeten Ausländerbegriff primär um das Aussehen. Ein Schwarzer, dessen Familie seit 100 Jahren in Deutschland lebt, ist trotzdem niemals ein Deutscher. Er ist ja ein Schwarzer.

    Türken, Araber, Perser und all die anderen “Muselmänner” gehen ja mal auch überhaupt nicht. Undeutsch pur. Neuerdings entscheidet in manchen Kreisen (z.B. die Naziecke pi-news.net) ja auch die Religionszugehörigkeit (Islam) darüber, ob man als Ausländer betitelt wird oder nicht. Muslime müssen ja Ausländer sein, geht doch gar nicht anders!

    Geht es hingegen um Ausländer europäischer Herkunft, gibt es kaum abfällige Bemerkungen darüber. Die kann man ja nicht so einfach aus Menschengruppen aussortieren und an die Wand stellen, die sehen ja genauso aus wie wir.

    Wie gesagt, erschreckend einfache Weltbilder. Hauptsache nicht nachdenken.

  5. Patrick http://www.unbequem.net/

    Undeutsch pur. Neuerdings entscheidet in manchen Kreisen (z.B. die Naziecke pi-news.net) ja auch die Religionszugehörigkeit (Islam) darüber, ob man als Ausländer betitelt wird oder nicht. Muslime müssen ja Ausländer sein, geht doch gar nicht anders!

    Und was wäre dann Deutsch?:D Ich bin OB, ist das zugelassen?

  6. Marik http://www.unbequem.net/

    Wieso neuerdings? Es ist nur eine andere Religion als vorher…

  7. Simon http://www.de

    @ Mirko:

    (wie kann man zitieren?)

    “Geht es hingegen um Ausländer europäischer Herkunft, gibt es kaum abfällige Bemerkungen darüber. Die kann man ja nicht so einfach aus Menschengruppen aussortieren und an die Wand stellen, die sehen ja genauso aus wie wir.”

    Das liegt aber nicht am Aussehen. Portugisen und Türken kann man auf 2m auch nicht unterscheiden. Wobei man ja prinzipiell niemanden auf 30cm unterscheiden kann, solange man nicht weiß welche Staatsangehörigkeit er/sie besitzt.
    Das eigentliche Problem an Türken und Arabern ist, dass sie einen überproportionalen Anteil an Ausländern bilden und dass sich ihre kulturellen Geflogenheiten rudimentär von den Bewohnern des Oxidents unterscheiden. Deswegen sind für die PI Menschen auch nicht Ausländer mit europäischen Backround das Problem der Überfremdung, da man ihre/unsere kulturellen Eigenheiten kennt, sondern nur die des Orients. Oft zitierte Parallelgesellschaften etc. pp…

  8. Dennis http://www.unbequem.net/

    <blockquote>Zitat</blockquote>


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