Hass spaltet.
“Unsere Generation wird eines Tages nicht nur die ätzenden Worte und bösen Taten der schlechten Menschen zu bereuen haben, sondern auch das furchtbare Schweigen der Guten.”
Heute gedenkt das unbequem-Team mit den Worten von Martin Luther King fünf Opfern, die am 29. Mai 1993 beim “Mordanschlag von Solingen”, einem von Rassenhass und beispielloser Feigheit geprägten Attentat, ums Leben kamen. Ebenso sind wir in Gedanken bei den Hinterbliebenen, die auch 15 Jahre nach der unbegreiflichen Tat noch unter den körperlichen sowie seelischen Spätfolgen des neonationalsozialistisch motivierten Brandanschlags leiden.
Inzwischen hat sich leider herausgestellt, dass Solingen nur der Anfang vom Ende war. Seither gab es und gibt es immer wieder zahlreiche Übergriffe, die auf die von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gelenkte blinde Skrupellosigkeit vieler Neonazis zurückzuführen sind.
Wir verbleiben mit Fassungslosigkeit über jene sinnlose Taten, die nicht in Worte zu fassen sind. Wir rufen alle Leser und befreundeten Blogger dazu auf, anders zu denken.






31.05.2008 01:31
Um einen Münsteraner Geschichtslehrer zu zitieren: “Wir müssen aus der Geschichte lernen.”
Leider wollen oder können die meisten Menschen dies nicht. Und daher passieren solch schrecklichen Dinge immer und immer wieder.
Doch Geschichte wiederholt sich leider. Immer und immer wieder auf’s neue sehen wir, wie sich solche Schandtaten wiederholen, obwohl uns die Geschichte lehrt, dass es falsch ist und wie es richtig wäre.
Eine Schande für die Gesellschaft.
31.05.2008 12:45
Hier kann ich einen anderen Lehrer aus dem Münsterland zitieren:
“Eigentlich ist unsere Gesellschaft doch ganz in Ordnung, auch wenn wir immer wieder Kinder in Kühlschränken und Kühltruhen finden.”
01.06.2008 21:38
Ja, das ist sie, unsere Gesellschaftsform ist einer der Besten auf der Welt.
Jeder ist frei sein Leben zu gestalten, so wie man es für richtig hält, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen natürlich.
Deshalb lösen solche Taten wie in Solingen Ängste hervor, es traumatisiert die hier lebenden Menschen.
In einem anderen Land wäre diese Tat wohl nicht so mit Aufmerksamkeit verfolgt worden, Deutschland ist sich seiner Verantwortung bewußt.
Möge in Deutschland keiner mehr, wegen seiner Herkunft, Hautfarbe, sexueller Ausrichtung, Religion oder politischer Gesinnung, von menschenhassenden Rassisten getötet werden.
Das wünsche ich mir.
02.06.2008 11:40
Tut mir leid, das reicht mir nicht.
In einer Gesellschaft in der man als Grund für Mord “allgemeine Frustration” angeben kann, kann doch auch nicht alles in Ordnung sein…
Möge in Deutschland keiner mehr getötet werden.
Das wünsche ich mir.