Wenn man anders aussieht, dann ist man doch Ausländer, oder nicht?!
(Die Striche vor’m Captcha nerven übrigens.)
Dennis
07.06.2008 10:51
(Ich hab die Striche mal entfernt und ‘ne andere Schriftart eingebunden. Ich hoffe, wir bleiben trotzdem wieder vor Spam bewahrt.)
Simon
07.06.2008 12:08
(Danke.)
Mirko
07.06.2008 13:00
Wenn man anders aussieht, dann ist man doch Ausländer, oder nicht?!
Für so manchen leider schon.
Unfähigkeit, andersartiges als gleichwertig betrachten zu können.
Fareus
07.06.2008 17:29
“Willkommen bei Freunden” und “Gute Heimreise”.
WM 2006 und NPD-Wahlplakat 2004.
Simon
08.06.2008 11:28
Und, Fareus? (Was willst Du uns damit sagen?)
Patrick
08.06.2008 13:47
Gestern ein toller Kommentar beim Fussballspiel zwischen der Türkei und Portugal:
Man sieht hier sehr viele Deutsche Autos mit Türken drin, die ihre Mannschaft sehen wollen.
( Deutsche Autos nicht weil es in Deutschland fabrizierte Autos waren, sondern weil das Nummernschild aus Deutschland kam )
Marik
08.06.2008 16:42
Was für ein Scheiß
Deutschland-Österreich ist nun mal mit dem Auto einfacher zu fahren als Türkei-Österreich oder Portugal-Österreich…
Fareus
11.06.2008 14:28
@Simon #1
Nein!
@Simon #6
Lese bitte den Titel des Beitrags.
Simon
12.06.2008 00:05
@Fareus #9
Danke, ich dachte bisher immer, dass wenn man Neger oder Schlitzauge ist, auch Ausländer ist.
Und ich weiß einfach nicht, was es mit “Zu Gast bei Freunden” und “Gute Heimreise” auf sich hat. Dass die NPD rassistisch ist, war doch immer klar, dazu braucht es kein Plakat?! *achselzuck*verwirrt*
Mirko
12.06.2008 11:09
Und ich dachte immer, Ausländer seien Leute, die nicht die Staatsbürgerschaft des Landes besitzen, in dem sie wohnen.
Aber wo kämen wir denn dann hin, wenn deutsche “Neger oder Schlitzaugen” plötzlich keine Ausländer mehr, sondern Deutsche wären. Dann bräuchte man ja neue Feind- bzw. Abgrenzungsbilder. Vorschlag: Ab nächster Woche sind alle, die nicht blond und blauäugig sind, keine Deutschen mehr. Mit Religionen kann man’s ja leider schlecht machen, hatten wir schon mal.
Zum Glück lernt man ja nie aus, gell
Patrick
12.06.2008 12:22
Nur zu dumm, dass ich der einzige von unbequem bin, der blond ist und blaue Augen besitzt.
Marik
12.06.2008 13:26
Haha, du bist jetzt alleine!
Wenn man sich schwachsinnige Rassenvorstellungen schafft, sollte man die dann nicht so wählen, dass man wenigstens in der Überzahl ist? Alles andere scheint ziemlich unklug wenn man die “Feinde” wirklich los werden will.
Wenn schon ein beschissenes irrationales Weltbild, dann doch bitte mit etwas Logik.
Anonym
12.06.2008 15:29
Ich habe da eher meine Zweifel ob der Titel zum Comic passt. Zwar kann man es nicht bestreiten, dass heutzutage immernoch Ausländer aufgrund ihrer Herkunft bzw. ihrer Abstammung negativ behandelt werden, jedoch ist dies kein alltägliches Ereignis mehr.
Der Aspekt, dass viele Deutsche mit fremder kultureller Herkunft bzw. Abstammung, oftmals nicht gleich als deutsch angesehen werden, muss nicht zwingend negativ aufgefasst werden.Wir leben in einer globalisierten Welt und in Deutschland ist es nunmal so, dass fast jeder Immigrant einen deutschen Pass erhält und somit der deutschen Staatsangehörigkeit angehört. Dementsprechend werden viele Immigranten nach ihrer Herkunft gefragt, sei es auch nur aus purer Neugier. Das es Menschen gibt, die ihre Mitbürger aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes, welches auf eine fremde Kultur bzw. Abstammung schließen lässt aus der Gesellschaft ausschließen, will ich nicht bestreiten. Jedoch ist dies nicht nur in Deutschland der Fall, trauriger Weise wird aber speziell Deutschland von vielen Leuten sofort mit Rassismus assoziert, wenn es um das Thema Immigration geht. Natürlich ist es nicht ganz unberechtigt, aber man kann es uns nicht noch Jahrzente später vorwerfen, vor allem wenn man die Anzahl der noch in Deutschland lebenden Menschen in Erwägung zieht, die im dritten Reich gelebt haben.
Es wäre herrlich, wenn jeder sich mal selbst ein Bild machen würde, dann würden viele nämlich zur Erkenntnis kommen, dass der Rassismus in Ländern wie beispielsweise Italien viel ausgeprägter ist als in Deutschland. Ich bezweifel jedoch, dass dies die meißten tun werden, da die Mehrheit der Weltbevölkerung schon Medienabhängig ist und dies sich auch nicht so schnell ändern wird…
Marik
12.06.2008 15:36
Diese Argumentation ist wunderbar. Schlicht und ergreifend wunderbar.
Ich meine, ein Einbrecher ist ja auch kein Verbrecher wenn man ihn mit einem Mörder vergleicht. Raubkopierer sind immerhin keine Kinderschänder. Deutsche Ausländerfeindlichkeit ist wenigstens nicht so stark wie die in Italien, oder ganz aktuell, in Südafrika.
Hurra, dann ist die Welt ja doch nicht schlecht. Auf dem Mars ists zum Beispiel viel schlimmer, da kann man nicht mal leben.
Fareus
12.06.2008 22:04
@Simon #10 ” *verwirrt* ”
Das trifft es genau.
P.S.: Sie haben die “Ölaugen” vergessen.
Anonym
13.06.2008 02:18
Marik, du scheinst den Gesamtinhalt der Argumentation nicht ganz zu verstehen. Die Aussage, dass der Rassismus in Deutschland nicht so ausgeprägt ist wie in Italien beispielsweise, bezog sich darauf, dass viele Leute Deutschland mit Rassismus assozieren wenn es um das Thema Immigration geht oder andere Themen die auch nur ein bisschen mit Rassismus in Verbindung gebracht werden könnten.
Es wäre hilfreich, wenn du versuchen könntest auf einzelne Aspekte einzugehen und nicht gleich versuchst schamlos zu übertreiben, umso die Argumentation ins lächerliche zu ziehen, wobei dies warscheinlich an deiner Eloquenz scheitern könnte.
Von daher, dass nächste mal einfach ein bisschen mehr überlegen, denn es greift nicht immer, etwas ins lächerliche zu ziehen, auch wenn dies beispielsweise von den Führern des Kommunismus am meißen gefürchtet wurde.
Marik
13.06.2008 03:49
Vielleicht sollte man sich mal überlegen warum das so ist…
Natürlich spielt da die Vergangenheit eine gewaltige Rolle und wir sind verantwortlich für unsere Vergangenheit, das geht anderen Ländern aber nicht anders. Jedes Land wird mit verschiedenen Vorurteilen versehen oder assoziiert, auch wenn es in der Realität anderswo schlimmer aussieht.
Aber diese Haarspalterei löst 1. das Problem nicht und 2. hilft es keinem.
Natürlich können wir jetzt herrlich über das herziehen was in anderen Ländern schlechter ist, aber das löst weder die Probleme hier noch wird es jemanden in einem angeblich so ausländerfeindlichen Staat (angeblich hat nichts damit zutun, das ich deine Aussage in Frage stellen will, viel mehr hab ich keine Lust einen ganzen Staat und seine Bürger zu verurteilen) wie Italien interessieren was die rassistischen Deutschen davon halten.
Mirko
13.06.2008 11:11
Wir leben in einer globalisierten Welt und in Deutschland ist es nunmal so, dass fast jeder Immigrant einen deutschen Pass erhält und somit der deutschen Staatsangehörigkeit angehört.
Dem ist nicht so. Im Regelfall müssen Ausländer 8 Jahre einen geregelten Aufenthalt in Deutschland hinter sich haben, regelmäßige Einkünfte und Deutschkenntnisse nachweisen. Ist dies nicht gegeben, wird nur in seltenen Ausnahmefällen die Staatsbürgerschaft verliehen, aufgrund besonderer Umstände (z.B. Eheschließung). Dass “fast jeder” Immigrant einen deutschen Pass erhält, ist falsch. Da widerspricht dir auch die Statistik.
Der Aspekt, dass viele Deutsche mit fremder kultureller Herkunft bzw. Abstammung, oftmals nicht gleich als deutsch angesehen werden, muss nicht zwingend negativ aufgefasst werden.
[...]
Dementsprechend werden viele Immigranten nach ihrer Herkunft gefragt, sei es auch nur aus purer Neugier.
Das ist richtig, aber darum geht es hier nicht.
Es geht nicht um das neugierige Fragen nach der familiären Herkunft.
Die des Einheimischen im Comic gestellte Frage “Was willst du hier?” stellt auf subtiler Ebene das Existenz- und Aufenthaltsrecht des “andersstämmigen” Mitbürgers in Frage, obwohl dieser die Einwanderung nie selbst vollzogen hat und deshalb ein hier geborener Deutscher ist - egal wie er aussieht.
Das ist das gleiche Argumentationsmuster, wie wenn bei Problemen mit arabisch-, persisch- oder türkischstämmigen Jugendlichen sofort nach “Ausweisung” geschrien wird. Dass der überwiegende Anteil der Familien dieser Jugendlichen jedoch bereits seit zweiter oder dritter Generation, seit Jahrzehnten in Deutschland leben, dass Deutschland schlicht und ergreifend Mutter- und Heimatland dieser Jugendlichen ist, dass sie die deutsche Staatsbürgerschaft und keine andere besitzen, ist in diesem Argumentationsmuster völlig egal.
Sie sollen dorthin zurück, wo Menschen sind, die genauso aussehen wie sie selbst. Dass die Jugendlichen (im konkreten Beispiel) oftmals die Sprache ihrer Vorfahren nicht beherrschen und das Land, in das ihre Abschiebung gefordert wird, gar nicht ihr Land ist und sie dieses wenn überhaupt nur aus dem Urlaub kennen, sprich keine Beziehung zu diesem haben (ergo: Man würde in ein fremdes Land abgeschoben), hat keine Bedeutung.
Es geht hier um pauschalisierende Zuweisungen und Abgrenzungen von Menschen aufgrund ihres Äußeren, ohne Rücksicht auf die Staatsbürgerschaft und familiäre Einwanderungshintergründe.
Das hat nichts mit der durch Neugier bedingten Frage nach der familiären Herkunft zu tun. Ich würde niemandem Rassismus unterstellen, wenn man mich auf die Herkunft meines slawischen Familiennamens anspräche - das wäre schwachsinn.
Gegen konstruktive, neugierige Unterhaltungen hat hier niemand etwas einzuwenden, darum geht es nicht.
Doch Deutschen im klassischen Sinne ist oftmals gar nicht bewusst, aufgrund der fehlenden Sensibilität und der fehlenden Blickrichtung (ohne dies negativ werten zu wollen, ich stelle es einfach als Faktum dar), welche Anspielungen, Andeutungen, Wortwahlen und Verhaltensweisen diese oder jene Reaktionen und Eindrücke bei Menschen mit Zuwanderungshintergrund hervorrufen. Es gibt viele alltägliche Verhaltensweisen den zugewanderten Mitmenschen gegenüber, die bei diesen Gefühle von Isolation, Ausgrenzung und Unterscheidung hervorrufen.
Eines der wohl krassesten unterschwelligen Beispiele, die ich erlebt habe, war, als eine alte Frau ihre Enkelin an der Hand auf ihre andere Seite zog, als zwei arabische Jugendliche neben ihnen vorbei gingen.
Dies zeigte in aller Deutlichkeit, was die ältere Frau von diesen Menschen hält - obwohl sie diese überhaupt nicht kennt. Sie hat die “Unerwünschtheit” mehr als deutlich mitgeteilt - ohne nur ein Wort zu ihnen zu sagen.
Natürlich hätte ich das auch im Comic durch ausufernde Dialoge darstellen können. Oder ich lasse das so stehen und hoffe, dass sich jeder einmal in die Situation einfühlt.
Anonym
13.06.2008 16:20
“Im Regelfall müssen Ausländer 8 Jahre einen geregelten Aufenthalt in Deutschland hinter sich haben, regelmäßige Einkünfte und Deutschkenntnisse nachweisen. Ist dies nicht gegeben, wird nur in seltenen Ausnahmefällen die Staatsbürgerschaft verliehen, aufgrund besonderer Umstände (z.B. Eheschließung). Dass “fast jeder” Immigrant einen deutschen Pass erhält, ist falsch. Da widerspricht dir auch die Statistik.”
Theoretisch soll es so sein, aber in der Realität schaut es wie so oft ganz anders aus. Ich kenne genügend ausländische Familien, wo die Eltern nur beschränkt bzw. kaum Deutsch sprechen können und auch schon deutlich eher die deutsche Staatsangehörigkeit erlangen, als nach den vorgesehene 8 Jahren.
Simon
13.06.2008 23:32
@Mirko:
Ich teile deine Ansichten. Und weiss ebenso, dass es falsch ist einen Menschen vorzuverurteilen, wenn man ihn nicht kennt. Doch es ist eben so klar, dass Deutsche mit Migrationshintergrund überporportional vertreten sind in den Kriminalstatistiken(dass das mit dem Migrationshintergrund nicht zusammenhängt ist klar, die sozialen Umstände bedingen einen Menschen). Das schürt demnach Ressentiments innerhalb der Gesellschaft.
Bei älteren, konservativen Bürgern und bei jungen Personen. Ich würde mal behaupten, dass die Kinder des Kriegs, schwerer zu Vorurteilen neigen, als die anderen beiden Gruppen.
Ich für meinen Fall, gehe auf jeden offen zu unabhängig von Hautfarbe blabla etc. (was selbstverstänlich sein sollte). Andererseits verstehe ich aber auch Vorbehalte gegenüber Migranten, denn sie werden durch Springer-Presse oder Hessen-Hitler zur Wurzel des Übels gemacht. Der unmündige Bürger lässt sich von solch einem Populismus gerne vereinnehmen.
Außerdem ist auffällig, dass Araber und Türken auf der Straße gerne zum pöbeln und Macho gehabe neigen, um i-welche Komplexe zu kompensieren.
Kleine Anekdote vom gestrigen Spiel:
Simon läuft während der Halbzeit eben (alleine) durch die Stadt, um was aus dem Haus zu holen. Eine Deutschlandfahne hat er sich auf den Rücken gehangen. Kommen ihm zwei Migranten mit vermutlich arabischen Migrationshintergrund (Südländer, wie man so schön sagt) entgegen, der eine wedelt sogar mit einer Deutschlandfahne. Sagt der mit der Fahne “Kann man nichts machen wa? (1:0 für Kroatien)”
Simon “Ne,nützt nichts wa”
Geht an den beiden vorbei. Sagt der mit der Fahne, “Ich wüsste da doch etwas, was man machen könnte (wirf die Fahne auf den Boden und tritt drauf rum)”. Die beiden sichtlich amüsiert. Nun, Simon denkt sich nichts dabei, weiss dass er nur provoziert werden soll und zeigt ihnen Daumen hoch und sagt “Jo, ihr seid echt coole Jungs”.
Ich weiss, keine weltbewegende Geschichte, aber es soll nur das verdeutlichen, was ich eben versucht habe zu sagen. Also dieses grundlose provozieren, aus der Reserve locken um dann möglicherweise mit Fäusten zu reden. Ich glaube außerdem, dass es auch einen inländer feindlichen Rassismus gibt. Die gezielte Abschottung gegen alles was deutsch ist.
Klar, man kann es nicht pauschalisieren und ich werde auch weiterhin offen auf jedes Ölauge (ist dieser Begriff rassistisch beschmutzt?) zugehen, nur mir sind diese Ansammlungen von Rudeln zu wider, die grundlos und nur mit dem Ziel andere zu schikanieren auf der Straße rumhängen.
Mirko
15.06.2008 13:29
Außerdem ist auffällig, dass Araber und Türken auf der Straße gerne zum pöbeln und Macho gehabe neigen, um i-welche Komplexe zu kompensieren.
Ich tippe auf das patriarchialische Familienbild zu hause. Papa Macho, sowie Küchen- und Kinderbeauftragte, verschleierte Mutti. (Achtung Vorurteile )
“Wie der Vater, so der Sohn” könnte man sagen. In vielen arabischen Familien und Gegenden herrschen noch solche Gesellschafts- und Familienbilder, die für uns rückständig wirken mögen.
Klar, man kann es nicht pauschalisieren und ich werde auch weiterhin offen auf jedes Ölauge (ist dieser Begriff rassistisch beschmutzt?) zugehen, nur mir sind diese Ansammlungen von Rudeln zu wider, die grundlos und nur mit dem Ziel andere zu schikanieren auf der Straße rumhängen.
Das wird dir keiner übel nehmen. Natürlich sind solche Verhaltensweisen nicht zu tolerieren oder gutzuheißen.
Und man kann auch nicht bestreiten, dass es mit bestimmten Gruppen mehr Probleme gibt, als mit anderen. Und gegen diese Probleme muss man vorgehen.
Meine Erfahrung zeigt mir dazu jedoch ergänzend, dass das im allgemeinen ein Problem von sogenannten “Unterschichten” sind, egal ob Deutsche oder nicht. Jugendliche aus gutbürgerlichen arabischen Familien verhalten sich so auch nicht.
Und eben genau deshalb bin ich trotz vieler negativer Eindrücke der Meinung, dass man Menschen bestimmter Gruppenzugehörigkeiten nicht über einen Kamm scheren kann. Soziale Herkunft und Erziehungsstil der Eltern (es gibt auch noch genügend Deutsche Eltern, die ihre Kinder schlagen) geben den Ausschlag. Es wäre ja unsinn, anzunehmen, das hätte irgendetwas mit dem Geburtsort oder der Ahnenreihe zu tun.
Abschließend muss ich gestehen, dass ich den Begriff “Ölauge” noch nie vorher gehört habe. Aber ich finde ihn genauso unpassend wie “Schlitzauge” (der, vermute ich, als abwertende bezeichnung entstanden ist)
thomas
16.06.2008 19:44
Mahlzeit, ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Diese Art von “Rassismus” ist überall auf der Welt anzutreffen. Selbst Bildung hilft da nicht’s sondern lediglich Weltoffenheit, die aber von einem “Vorbild” vermittelt werden muß, und genau da klemmt’s.
Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen. Die Evolution hat die Basisausprägung ja mal als Schutzsystem installiert. Das dies heut überholt ist und regelmäßig missbraucht wird, weiß Sie ja nicht.
06.06.2008 21:22
Wenn man anders aussieht, dann ist man doch Ausländer, oder nicht?!
(Die Striche vor’m Captcha nerven übrigens.)
07.06.2008 10:51
(Ich hab die Striche mal entfernt und ‘ne andere Schriftart eingebunden. Ich hoffe, wir bleiben trotzdem wieder vor Spam bewahrt.)
07.06.2008 12:08
(Danke.)
07.06.2008 13:00
Für so manchen leider schon.
Unfähigkeit, andersartiges als gleichwertig betrachten zu können.
07.06.2008 17:29
“Willkommen bei Freunden” und “Gute Heimreise”.
WM 2006 und NPD-Wahlplakat 2004.
08.06.2008 11:28
Und, Fareus? (Was willst Du uns damit sagen?)
08.06.2008 13:47
Gestern ein toller Kommentar beim Fussballspiel zwischen der Türkei und Portugal:
( Deutsche Autos nicht weil es in Deutschland fabrizierte Autos waren, sondern weil das Nummernschild aus Deutschland kam )
08.06.2008 16:42
Was für ein Scheiß
Deutschland-Österreich ist nun mal mit dem Auto einfacher zu fahren als Türkei-Österreich oder Portugal-Österreich…
11.06.2008 14:28
@Simon #1
Nein!
@Simon #6
Lese bitte den Titel des Beitrags.
12.06.2008 00:05
@Fareus #9
Danke, ich dachte bisher immer, dass wenn man Neger oder Schlitzauge ist, auch Ausländer ist.
Und ich weiß einfach nicht, was es mit “Zu Gast bei Freunden” und “Gute Heimreise” auf sich hat. Dass die NPD rassistisch ist, war doch immer klar, dazu braucht es kein Plakat?! *achselzuck*verwirrt*
12.06.2008 11:09
Und ich dachte immer, Ausländer seien Leute, die nicht die Staatsbürgerschaft des Landes besitzen, in dem sie wohnen.
Aber wo kämen wir denn dann hin, wenn deutsche “Neger oder Schlitzaugen” plötzlich keine Ausländer mehr, sondern Deutsche wären. Dann bräuchte man ja neue Feind- bzw. Abgrenzungsbilder. Vorschlag: Ab nächster Woche sind alle, die nicht blond und blauäugig sind, keine Deutschen mehr. Mit Religionen kann man’s ja leider schlecht machen, hatten wir schon mal.
Zum Glück lernt man ja nie aus, gell
12.06.2008 12:22
Nur zu dumm, dass ich der einzige von unbequem bin, der blond ist und blaue Augen besitzt.
12.06.2008 13:26
Haha, du bist jetzt alleine!
Wenn man sich schwachsinnige Rassenvorstellungen schafft, sollte man die dann nicht so wählen, dass man wenigstens in der Überzahl ist? Alles andere scheint ziemlich unklug wenn man die “Feinde” wirklich los werden will.
Wenn schon ein beschissenes irrationales Weltbild, dann doch bitte mit etwas Logik.
12.06.2008 15:29
Ich habe da eher meine Zweifel ob der Titel zum Comic passt. Zwar kann man es nicht bestreiten, dass heutzutage immernoch Ausländer aufgrund ihrer Herkunft bzw. ihrer Abstammung negativ behandelt werden, jedoch ist dies kein alltägliches Ereignis mehr.
Der Aspekt, dass viele Deutsche mit fremder kultureller Herkunft bzw. Abstammung, oftmals nicht gleich als deutsch angesehen werden, muss nicht zwingend negativ aufgefasst werden.Wir leben in einer globalisierten Welt und in Deutschland ist es nunmal so, dass fast jeder Immigrant einen deutschen Pass erhält und somit der deutschen Staatsangehörigkeit angehört. Dementsprechend werden viele Immigranten nach ihrer Herkunft gefragt, sei es auch nur aus purer Neugier. Das es Menschen gibt, die ihre Mitbürger aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes, welches auf eine fremde Kultur bzw. Abstammung schließen lässt aus der Gesellschaft ausschließen, will ich nicht bestreiten. Jedoch ist dies nicht nur in Deutschland der Fall, trauriger Weise wird aber speziell Deutschland von vielen Leuten sofort mit Rassismus assoziert, wenn es um das Thema Immigration geht. Natürlich ist es nicht ganz unberechtigt, aber man kann es uns nicht noch Jahrzente später vorwerfen, vor allem wenn man die Anzahl der noch in Deutschland lebenden Menschen in Erwägung zieht, die im dritten Reich gelebt haben.
Es wäre herrlich, wenn jeder sich mal selbst ein Bild machen würde, dann würden viele nämlich zur Erkenntnis kommen, dass der Rassismus in Ländern wie beispielsweise Italien viel ausgeprägter ist als in Deutschland. Ich bezweifel jedoch, dass dies die meißten tun werden, da die Mehrheit der Weltbevölkerung schon Medienabhängig ist und dies sich auch nicht so schnell ändern wird…
12.06.2008 15:36
Diese Argumentation ist wunderbar. Schlicht und ergreifend wunderbar.
Ich meine, ein Einbrecher ist ja auch kein Verbrecher wenn man ihn mit einem Mörder vergleicht. Raubkopierer sind immerhin keine Kinderschänder. Deutsche Ausländerfeindlichkeit ist wenigstens nicht so stark wie die in Italien, oder ganz aktuell, in Südafrika.
Hurra, dann ist die Welt ja doch nicht schlecht. Auf dem Mars ists zum Beispiel viel schlimmer, da kann man nicht mal leben.
12.06.2008 22:04
@Simon #10 ” *verwirrt* ”
Das trifft es genau.
P.S.: Sie haben die “Ölaugen” vergessen.
13.06.2008 02:18
Marik, du scheinst den Gesamtinhalt der Argumentation nicht ganz zu verstehen. Die Aussage, dass der Rassismus in Deutschland nicht so ausgeprägt ist wie in Italien beispielsweise, bezog sich darauf, dass viele Leute Deutschland mit Rassismus assozieren wenn es um das Thema Immigration geht oder andere Themen die auch nur ein bisschen mit Rassismus in Verbindung gebracht werden könnten.
Es wäre hilfreich, wenn du versuchen könntest auf einzelne Aspekte einzugehen und nicht gleich versuchst schamlos zu übertreiben, umso die Argumentation ins lächerliche zu ziehen, wobei dies warscheinlich an deiner Eloquenz scheitern könnte.
Von daher, dass nächste mal einfach ein bisschen mehr überlegen, denn es greift nicht immer, etwas ins lächerliche zu ziehen, auch wenn dies beispielsweise von den Führern des Kommunismus am meißen gefürchtet wurde.
13.06.2008 03:49
Vielleicht sollte man sich mal überlegen warum das so ist…
Natürlich spielt da die Vergangenheit eine gewaltige Rolle und wir sind verantwortlich für unsere Vergangenheit, das geht anderen Ländern aber nicht anders. Jedes Land wird mit verschiedenen Vorurteilen versehen oder assoziiert, auch wenn es in der Realität anderswo schlimmer aussieht.
Aber diese Haarspalterei löst 1. das Problem nicht und 2. hilft es keinem.
Natürlich können wir jetzt herrlich über das herziehen was in anderen Ländern schlechter ist, aber das löst weder die Probleme hier noch wird es jemanden in einem angeblich so ausländerfeindlichen Staat (angeblich hat nichts damit zutun, das ich deine Aussage in Frage stellen will, viel mehr hab ich keine Lust einen ganzen Staat und seine Bürger zu verurteilen) wie Italien interessieren was die rassistischen Deutschen davon halten.
13.06.2008 11:11
Dem ist nicht so. Im Regelfall müssen Ausländer 8 Jahre einen geregelten Aufenthalt in Deutschland hinter sich haben, regelmäßige Einkünfte und Deutschkenntnisse nachweisen. Ist dies nicht gegeben, wird nur in seltenen Ausnahmefällen die Staatsbürgerschaft verliehen, aufgrund besonderer Umstände (z.B. Eheschließung). Dass “fast jeder” Immigrant einen deutschen Pass erhält, ist falsch. Da widerspricht dir auch die Statistik.
Das ist richtig, aber darum geht es hier nicht.
Es geht nicht um das neugierige Fragen nach der familiären Herkunft.
Die des Einheimischen im Comic gestellte Frage “Was willst du hier?” stellt auf subtiler Ebene das Existenz- und Aufenthaltsrecht des “andersstämmigen” Mitbürgers in Frage, obwohl dieser die Einwanderung nie selbst vollzogen hat und deshalb ein hier geborener Deutscher ist - egal wie er aussieht.
Das ist das gleiche Argumentationsmuster, wie wenn bei Problemen mit arabisch-, persisch- oder türkischstämmigen Jugendlichen sofort nach “Ausweisung” geschrien wird. Dass der überwiegende Anteil der Familien dieser Jugendlichen jedoch bereits seit zweiter oder dritter Generation, seit Jahrzehnten in Deutschland leben, dass Deutschland schlicht und ergreifend Mutter- und Heimatland dieser Jugendlichen ist, dass sie die deutsche Staatsbürgerschaft und keine andere besitzen, ist in diesem Argumentationsmuster völlig egal.
Sie sollen dorthin zurück, wo Menschen sind, die genauso aussehen wie sie selbst. Dass die Jugendlichen (im konkreten Beispiel) oftmals die Sprache ihrer Vorfahren nicht beherrschen und das Land, in das ihre Abschiebung gefordert wird, gar nicht ihr Land ist und sie dieses wenn überhaupt nur aus dem Urlaub kennen, sprich keine Beziehung zu diesem haben (ergo: Man würde in ein fremdes Land abgeschoben), hat keine Bedeutung.
Es geht hier um pauschalisierende Zuweisungen und Abgrenzungen von Menschen aufgrund ihres Äußeren, ohne Rücksicht auf die Staatsbürgerschaft und familiäre Einwanderungshintergründe.
Das hat nichts mit der durch Neugier bedingten Frage nach der familiären Herkunft zu tun. Ich würde niemandem Rassismus unterstellen, wenn man mich auf die Herkunft meines slawischen Familiennamens anspräche - das wäre schwachsinn.
Gegen konstruktive, neugierige Unterhaltungen hat hier niemand etwas einzuwenden, darum geht es nicht.
Doch Deutschen im klassischen Sinne ist oftmals gar nicht bewusst, aufgrund der fehlenden Sensibilität und der fehlenden Blickrichtung (ohne dies negativ werten zu wollen, ich stelle es einfach als Faktum dar), welche Anspielungen, Andeutungen, Wortwahlen und Verhaltensweisen diese oder jene Reaktionen und Eindrücke bei Menschen mit Zuwanderungshintergrund hervorrufen. Es gibt viele alltägliche Verhaltensweisen den zugewanderten Mitmenschen gegenüber, die bei diesen Gefühle von Isolation, Ausgrenzung und Unterscheidung hervorrufen.
Eines der wohl krassesten unterschwelligen Beispiele, die ich erlebt habe, war, als eine alte Frau ihre Enkelin an der Hand auf ihre andere Seite zog, als zwei arabische Jugendliche neben ihnen vorbei gingen.
Dies zeigte in aller Deutlichkeit, was die ältere Frau von diesen Menschen hält - obwohl sie diese überhaupt nicht kennt. Sie hat die “Unerwünschtheit” mehr als deutlich mitgeteilt - ohne nur ein Wort zu ihnen zu sagen.
Natürlich hätte ich das auch im Comic durch ausufernde Dialoge darstellen können. Oder ich lasse das so stehen und hoffe, dass sich jeder einmal in die Situation einfühlt.
13.06.2008 16:20
“Im Regelfall müssen Ausländer 8 Jahre einen geregelten Aufenthalt in Deutschland hinter sich haben, regelmäßige Einkünfte und Deutschkenntnisse nachweisen. Ist dies nicht gegeben, wird nur in seltenen Ausnahmefällen die Staatsbürgerschaft verliehen, aufgrund besonderer Umstände (z.B. Eheschließung). Dass “fast jeder” Immigrant einen deutschen Pass erhält, ist falsch. Da widerspricht dir auch die Statistik.”
Theoretisch soll es so sein, aber in der Realität schaut es wie so oft ganz anders aus. Ich kenne genügend ausländische Familien, wo die Eltern nur beschränkt bzw. kaum Deutsch sprechen können und auch schon deutlich eher die deutsche Staatsangehörigkeit erlangen, als nach den vorgesehene 8 Jahren.
13.06.2008 23:32
@Mirko:
Ich teile deine Ansichten. Und weiss ebenso, dass es falsch ist einen Menschen vorzuverurteilen, wenn man ihn nicht kennt. Doch es ist eben so klar, dass Deutsche mit Migrationshintergrund überporportional vertreten sind in den Kriminalstatistiken(dass das mit dem Migrationshintergrund nicht zusammenhängt ist klar, die sozialen Umstände bedingen einen Menschen). Das schürt demnach Ressentiments innerhalb der Gesellschaft.
Bei älteren, konservativen Bürgern und bei jungen Personen. Ich würde mal behaupten, dass die Kinder des Kriegs, schwerer zu Vorurteilen neigen, als die anderen beiden Gruppen.
Ich für meinen Fall, gehe auf jeden offen zu unabhängig von Hautfarbe blabla etc. (was selbstverstänlich sein sollte). Andererseits verstehe ich aber auch Vorbehalte gegenüber Migranten, denn sie werden durch Springer-Presse oder Hessen-Hitler zur Wurzel des Übels gemacht. Der unmündige Bürger lässt sich von solch einem Populismus gerne vereinnehmen.
Außerdem ist auffällig, dass Araber und Türken auf der Straße gerne zum pöbeln und Macho gehabe neigen, um i-welche Komplexe zu kompensieren.
Kleine Anekdote vom gestrigen Spiel:
Simon läuft während der Halbzeit eben (alleine) durch die Stadt, um was aus dem Haus zu holen. Eine Deutschlandfahne hat er sich auf den Rücken gehangen. Kommen ihm zwei Migranten mit vermutlich arabischen Migrationshintergrund (Südländer, wie man so schön sagt) entgegen, der eine wedelt sogar mit einer Deutschlandfahne. Sagt der mit der Fahne “Kann man nichts machen wa? (1:0 für Kroatien)”
Simon “Ne,nützt nichts wa”
Geht an den beiden vorbei. Sagt der mit der Fahne, “Ich wüsste da doch etwas, was man machen könnte (wirf die Fahne auf den Boden und tritt drauf rum)”. Die beiden sichtlich amüsiert. Nun, Simon denkt sich nichts dabei, weiss dass er nur provoziert werden soll und zeigt ihnen Daumen hoch und sagt “Jo, ihr seid echt coole Jungs”.
Ich weiss, keine weltbewegende Geschichte, aber es soll nur das verdeutlichen, was ich eben versucht habe zu sagen. Also dieses grundlose provozieren, aus der Reserve locken um dann möglicherweise mit Fäusten zu reden. Ich glaube außerdem, dass es auch einen inländer feindlichen Rassismus gibt. Die gezielte Abschottung gegen alles was deutsch ist.
Klar, man kann es nicht pauschalisieren und ich werde auch weiterhin offen auf jedes Ölauge (ist dieser Begriff rassistisch beschmutzt?) zugehen, nur mir sind diese Ansammlungen von Rudeln zu wider, die grundlos und nur mit dem Ziel andere zu schikanieren auf der Straße rumhängen.
15.06.2008 13:29
Ich tippe auf das patriarchialische Familienbild zu hause. Papa Macho, sowie Küchen- und Kinderbeauftragte, verschleierte Mutti. (Achtung Vorurteile
)
“Wie der Vater, so der Sohn” könnte man sagen. In vielen arabischen Familien und Gegenden herrschen noch solche Gesellschafts- und Familienbilder, die für uns rückständig wirken mögen.
Das wird dir keiner übel nehmen. Natürlich sind solche Verhaltensweisen nicht zu tolerieren oder gutzuheißen.
Und man kann auch nicht bestreiten, dass es mit bestimmten Gruppen mehr Probleme gibt, als mit anderen. Und gegen diese Probleme muss man vorgehen.
Meine Erfahrung zeigt mir dazu jedoch ergänzend, dass das im allgemeinen ein Problem von sogenannten “Unterschichten” sind, egal ob Deutsche oder nicht. Jugendliche aus gutbürgerlichen arabischen Familien verhalten sich so auch nicht.
Und eben genau deshalb bin ich trotz vieler negativer Eindrücke der Meinung, dass man Menschen bestimmter Gruppenzugehörigkeiten nicht über einen Kamm scheren kann. Soziale Herkunft und Erziehungsstil der Eltern (es gibt auch noch genügend Deutsche Eltern, die ihre Kinder schlagen) geben den Ausschlag. Es wäre ja unsinn, anzunehmen, das hätte irgendetwas mit dem Geburtsort oder der Ahnenreihe zu tun.
Abschließend muss ich gestehen, dass ich den Begriff “Ölauge” noch nie vorher gehört habe. Aber ich finde ihn genauso unpassend wie “Schlitzauge” (der, vermute ich, als abwertende bezeichnung entstanden ist)
16.06.2008 19:44
Mahlzeit, ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Diese Art von “Rassismus” ist überall auf der Welt anzutreffen. Selbst Bildung hilft da nicht’s sondern lediglich Weltoffenheit, die aber von einem “Vorbild” vermittelt werden muß, und genau da klemmt’s.
Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen. Die Evolution hat die Basisausprägung ja mal als Schutzsystem installiert. Das dies heut überholt ist und regelmäßig missbraucht wird, weiß Sie ja nicht.