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“wir Sind Die Nr. 1″
Ich habe eben in der Filiale eines großen deutschen Postdienstleisters 47 Minuten gewartet, um einen Brief abzuschicken. Ich stelle das nur mal so fest.
“zu Gast Bei Freunden”?
Heute Abend steht das UEFA EURO-Halbfinalspiel zwischen Deutschland und der Türkei an, Anpfiff um 20.45h.
Seit fast einer Woche wird gemunkelt, was alles passieren könne. Besonders unseren türkischen Mitbürgern wird dabei teils ein enormes Gewaltpotential zugeschrieben. Passt ja zum Vorurteil.
So rüsten sich Polizei, Politiker, Geschäftsinhaber und Anwohner für den heutigen Abend. Die Angst: Ausschreitungen zwischen deutschen und türkischen Fans, egal wer gewinnt oder verliert.
Doch mitnichten geht die Gefahr von Türken aus.
Während der letzten EM-Wochen gab es von türkischer Seite kaum bis keine nennenswerte Ausschreitungen in Deutschland. Von deutscher Seite jedoch schon.
Auch ranghohe Polizisten äußern sich ähnlich: Man habe nicht Angst vor Türken, sondern vor Ausschreitungen alkoholisierter deutscher Fußballfans, so zum Beispiel aus Münster in den Westfälischen Nachrichten vom 24. Juni.
Besonders die rechte Szene freut sich auf den heutigen Abend. Sowohl rechtsextreme Kreise, NPD-nahe Seiten als auch das rassistische Hetzblog pi-news.net werben teils deutlich, teils indirekt (oder über Leserkommentare) für einen deutsch-türkischen Bürgerkrieg nach dem heutigen Fußballspiel.
Leider passt das alles gar nicht in unsere schöne Welt von Vorurteilen. Plötzlich sollen Türken friedlich sein, Deutsche die bösen? Kann doch nicht sein… oder doch? Scheinbar schon. Hoffen wir auf das beste. Und dass endlich jemand diese hirnlosen, braunen Scheißer aus dem Verkehr zieht.
Weitere Infos: http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/meldungen/neonazis-vor-tuerkei-spiel/
Hass Spaltet.
“Unsere Generation wird eines Tages nicht nur die ätzenden Worte und bösen Taten der schlechten Menschen zu bereuen haben, sondern auch das furchtbare Schweigen der Guten.”
Heute gedenkt das unbequem-Team mit den Worten von Martin Luther King fünf Opfern, die am 29. Mai 1993 beim “Mordanschlag von Solingen”, einem von Rassenhass und beispielloser Feigheit geprägten Attentat, ums Leben kamen. Ebenso sind wir in Gedanken bei den Hinterbliebenen, die auch 15 Jahre nach der unbegreiflichen Tat noch unter den körperlichen sowie seelischen Spätfolgen des neonationalsozialistisch motivierten Brandanschlags leiden.
Inzwischen hat sich leider herausgestellt, dass Solingen nur der Anfang vom Ende war. Seither gab es und gibt es immer wieder zahlreiche Übergriffe, die auf die von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gelenkte blinde Skrupellosigkeit vieler Neonazis zurückzuführen sind.
Wir verbleiben mit Fassungslosigkeit über jene sinnlose Taten, die nicht in Worte zu fassen sind. Wir rufen alle Leser und befreundeten Blogger dazu auf, anders zu denken.
Niedergang Eines Superstars
Die Welt ist im Thomas Godoj Fieber, Alexander Klaws lebt jedoch auch noch.
Hier der Werdegang des ersten deutschen Superstars:
“(Eine) gelackte Megaveranstaltung, wo mit bigottem Ernst suggeriert wird, echte Superstars zu kreieren, tatsächlich aber synthetische Sangesmarionetten installiert werden, zum schnellstmöglichen kommerziellen Gebrauch, mit Nachhaltigkeitsfaktor Null – es sei denn, sie existieren in einer Witzfigurenfunktion für die Klatschpresse weiter.“
Entnommen aus Wikipedia
R.i.p. Nokiawerk Bochum
Aus gegebenem Anlass ein Dankeschön für die tolle Arbeit der Vergangenheit.
Ich verlasse Nokia mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
- Meine Augen haben Kopfschmerzen.
Offen Und Ehrlich
Ein bisschen ausländerfeindlich sein ist ok. Man darf es nur nicht übertreiben.
Mein 15 jähriger Nachhilfeschüler fasste sich heute ein Herz und offenbarte mir seine Meinung. Ausländer, die in Deutschland von deutschem Steuergeld leben (sprich keine Arbeit haben) , seien nicht in Ordnung.
Ich musste lachen.
Peinlich
“SUPER! DAS HÄTTE ICH AUCH SO GEMACHT! KLASSE!”
schrie heute eine geistig behinderte Frau in der Linie 5. Der Fahrer musste ein kleines Stück zurücksetzen, weil der Omnibus zusammen mit einem entgegenkommenden Omnibus nicht durch die Kurve passte. Daraufhin stand unweit entfernt von mir ein älterer Herr auf und brüllte
“ABER SIE KÖNNEN DOCH SOWIESO NICHT BUSFAHREN!”
Danach war im Bus Totenstille.
Münster - Hauptstadt Der Demokratie
In Münster, Provinzialhauptstadt des Münsterlandes und Domizil tausender Lokalpatrioten, tobt derzeit ein skurriler Kleinkrieg um ein städtisches Projekt, das als private-public-partnership groß heraus kommen sollte: Eine Musik- und Kongresshalle. Doch erstaunlich viele Münsteraner sind gegen dieses Unterfangen. Alles Kulturbanausen? Nein, der Konflikt ist viel komplexer. Am vergangenen Sonntag, dem 27. April 2008, fand dieser seinen Höhepunkt: Im Bürgerentscheid über die „städtische Finanzierung einer Kultur- und Kongresshalle auf dem Hindenburgplatz“.






